Anne Sasson

Klassische Tierhomöopathie

Anne Sasson, Tierheilpraktikerin für Hunde, Katzen und Kleintiere - Klassische Tierhomöopathie in und um Berlin

Wichtige homöopathische Mittel aus der Notfallapotheke


Aconitum napellus, der Eisenhut

Ein Mittel für Extremsituationen

 

Einsatzgebiete

- Aconitum heilt Ängste, die durch einen heftigen, plötzlichen Schock entstanden sind (Schüsse, Sylvester-Knallkörper, Unfälle, Überfall durch einen anderen Hund…).

- Der Hund befindet sich in einem Zustand von extremer Angst und Panik. Er ist vor lauter Erregung nicht mehr ansprechbar, er lässt sich nicht beruhigen.

- Wenn ihm beim auslösenden Ereignis Schmerzen zugefügt wurden, dann sind diese zum Schreien heftig.

 

Leitsymptome

- Vitalität, Lebenskraft, hohe Muskelanspannung. In einem Aconitum-Zustand ist der Hund niemals apathisch, er äußert seine Angst und seine Panik auf unübersehbare Art.

 - Der Hund ist äußerst unruhig und extrem schreckhaft.



 
Arnica Montana, der Bergwohlverleih

 

Einsatzgebiete

Sturzverletzungen, Quetschungen, Zerrungen, Verstauchungen,  Blutergüsse

Insbesondere stumpfe Muskeltraumen

Folgen von Überanstrengung

- Nicht bei starken Blutungen geben!

           

Leitsymptome

Zerschlagenheit

- Angst vor Berührung (Dies ist bei Hunden teilweise schwer festzustellen, dass sie meistens daran gewöhnt wurden, sich in jeder Situation anfassen zu lassen)

Häufiger Lagewechsel: Der Hund findet keine bequeme Position, in der er ruhen kann.

 

Bei heftigem Schock, erst Aconitum bis der Schockzustand vorbei ist, dann Arnica geben.

 

Hypericum, das Johanniskraut

Das Nervenmittel

 

Einsatzgebiete

- Verletzungen oder Quetschung von Nerven oder in nervenreichem Gewebe (Zehen/Pfoten, Zähne/Zahnfleisch, Wirbelsäule und Rute, …)

 

Leitsymptome

- Sehr große, fast unerträgliche Schmerzen

Will nicht berührt werden

- Leichteste Erschütterung löst weitere Schmerzen aus

 

Hypericum weist große Ähnlichkeiten zu Arnica auf, mit der Besonderheit, dass hier die Nerven betroffen sind.



 
Bellis perennis, das Gänseblümchen

Die hübsche Ausdauernde, ein Stehaufmännchen

 

Einsatzgebiete

- Quetschungen, Prellungen, Blutergüsse und Verstauchungen

 

Leitsymptome

- Zerschlagenheit, aber will nach draußen und sich bewegen, auch

wenn es weh tut

- Berührung in Form von Massage tut gut

Leichter Druck, z.B. durch Verband bessert

 

Bellis perennis folgt gut auf Arnica, wenn die Schwellung nicht zurückgegangen ist.


Bryonia Alba, die Zaunrübe

Bei Entzündungen

 

Einsatzgebiete

- Zerrungen, Verstauchungen, wenn sie später entzündlich werden

 

Leitsymptome

Braucht absolute Ruhe, Verschlechterung durch jegliche Bewegung

- Leiseste Erschütterung wird zur Qual, auch schon wenn man den Hundekorb berührt

- Anhaltender Druck bessert: der Hund liegt auf der verletzten Seite

- Großer Durst nach großen, langen Schlucken

- Dabei absolute Trockenheit der Schleimhäute

- Verlangen nach Wärme


Rhus Toxicodendron, der Giftsumach

Verletzungen des Bewegungsapparats

 

Einsatzgebiete

- Lahmheiten, Steifheit der Gelenke

Muskelzerrungen und überdehnte Sehnen     

 

Leitsymptome

- Verschlimmerung nach der Ruhe

- Wenn der Hund sich langsam und fortlaufend bewegt, bessern sich die Symptome. Der Hund läuft sich ein.

Er ermüdet jedoch schnell und muss sich wieder ausruhen.

- Feuchte Kälte verschlimmert die Symptome.

 

Rhus Toxicondendron wird nicht sofort nach der Verletzung gegeben, da diese besonderen Symptome erst beobachtet werden müssen. Es folgt gut auf Arnica.


Ruta Graveolens, die Weinraute

Verletzungen des Bewegungsapparats

 

Einsatzgebiete

- Verletzungen der Bänder und Sehnen z.B durch Verstauchung

 

Leitsymptome

- Verschlimmerung nach der Ruhe

- Im Gegensatz zu Rhus tox. bessert die Bewegung die Symptome nicht.

- Schlechter bei feuchter Kälte, auch Wetterwechsel von warm und trocken zu kalt und nass

 

Ruta Graveolens wird nicht sofort nach der Verletzung gegeben, da diese besonderen Symptome erst beobachtet werden müssen. Es folgt gut auf Arnica.


Symphytum

Das Knochenmittel

 

Einsatzgebiete

- Verletzungen der Knochen oder der Knochenhaut

- Lindert die Schmerzen und kann deshalb bei Knochenbruch auf dem Weg zum Tierarzt gegeben werden.

Regt die Kallusbildung an, Knochen wächst schneller zusammen.


Eine bedeutende Problematik bei Knochenbrüchen ist die langsame Heilung, die weitere Beschwerden verursacht (Muskelatrophie, übermäßige Belastung anderer Gelenke…). Deshalb ist es wichtig, eine schnelle Heilung zu begünstigen.


Apis Mellifica, die Honigbiene

Einsatzgebiete

- Bei Insektenstichen. Apis mellifica wird nicht bei harmlosen Stichen gegeben, sondern wenn der Hund von vielen Insekten gleichzeitig gestochen wurde oder eine sehr starke Reaktion aufweist.

- Wenn der Hund generell mit Schwellungen reagiert.

- Bei Glottisödem: lebensrettend auf dem Weg zum Tierarzt


Leitsymptome

- Ödematöse Schwellung

Schmerzen

Hochgradige Durchblutung, Erweiterung der Blutgefäße (Röte)


Ledum Palustre, der Sumpfporst

 

Einsatzgebiete

- Schmerzhafte oder juckende Insektenstiche. Auch hier sollten lediglich ernste und nicht störende Symptome behandelt werden.

- Tiefgehende Wunden und Stichverletzungen durch Splitter, Nagel, Dornen, aber auch tiefe Bisswunden, die sich infizieren.

 

Leitsymptome

- Geringe Schwellung

Kälte der betroffenen Stelle, dennoch Verschlimmerung durch Erwärmung

- Evtl. Nesselsucht und Quaddeln am ganzen Körper

 


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