Anne Sasson

Klassische Tierhomöopathie

Liebe Tierhalter,

hier sind die Themen des Monats Oktober 2011:

1. Der feuchte Herbst: So überstehen die Hunde ihn problemlos.
2.
Rotes Powerpaket: die Hagebutte
3. Fütterung des Hundes bei chronischer Niereninsuffizienz

Der feuchte Herbst: So überstehen die Hunde ihn problemlos.

Vorbeugen heißt die Devise, damit der Hund gar nicht erst krank wird! Das A und O ist natürlich ein gesundes Immunsystem, das wir das ganze Jahr über mit artgerechtem Futter, viel Bewegung an der frischen Luft sowie einem insgesamt stressfreien Leben unterstützen. 

Hunde mit wenig Unterwolle oder solche, die frisch geschoren wurden, können jetzt schon frieren. Ssie sollten dann vor Kälte und Nässe geschützt werden. Dies gilt auch für ältere und kranke Tiere. 

Die Badesaison ist nun für alle vorbei. Wird Ihr Hund nass, sollten Sie ihn unbedingt gut abtrocknen, damit er sich nicht erkältet. 

Auch wenn Hunde in der Regel weniger anfällig sind als wir Menschen, sollten Sie vorsichtig sein, wenn Sie selber einen Schnupfen haben: Sie können Ihren Hund nämlich anstecken (und umgekehrt ebenso!). Anmerkung: Die gefährlichen Influenza-Viren sind vom Menschen nicht auf den Hund übertragbar!

Reibt sich der Hund oft über Augen und Schnauze? Tränen seine Augen etwas? Niest er öfter? Läuft die Nase? Dann wird er sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wahrscheinlich erkältet haben. 

- Es ist erstmal ganz wichtig, dass Sie ihn schonen, und ihm einen gemütlichen warmen Schlafplatz einrichten, an einem Ort, wo er seine Ruhe haben kann.

- Dann sollte er weiterhin gut atmen können. Den Nasenausfluss können Sie mit einem sauberen Tuch abwischen und eventuell die Nase mit etwas Vaseline eincremen. Sind über Nacht Krusten entstanden, dann lösen Sie diese am besten mit einem feuchten Wattebausch. 

- Sorgen Sie für feuchte Luft in den Aufenthaltsräumen. Hierzu können Sie Wäsche aufhängen, Wasser offen kochen lassen, den Hund ins Bad mitnehmen, wenn Sie duschen oder baden, Wasserschalen auf die Heizung stellen ...etc

- Ihr Hund soll viel trinken, auch wenn er aufgrund der Erkältung wenig Appetit hat. Aber einer leckeren, selbstgekochten und nur sehr wenig gesalzenen Hühnerbrühe wird er nicht widerstehen können!

Mit diesen ganz einfachen Maßnahmen ist der Spuk nach wenigen Tagen wieder vorbei.

Rotes Powerpaket!

Hagebutten sind überdurchschnittlich reich an Vitamin C. Die Angaben variieren zwischen 400 und 1500 mg/100 g frischer Früchte! In allen Fällen ist es deutlich mehr als bei den berühmten Zitrusfrüchten, weshalb sie als perfekte Nährungsergänzung vor dem Winter eingesetzt werden. Sie stärken das Immunsystem und regen die Abwehrkräfte an. So schreitet man widerstandsfähig in die kalte Jahreszeit hinein und bietet kaum Angriffsfläche für Viren und Infekte.

Dies gilt für Menschen und Hunde gleichermaßen. Geeignet sind Mus aus gekochten Früchten oder auch Aufgüsse. Das Mus kann man einfrieren, die frischen Früchte können bei 40° im Ofen getrocknet und somit haltbar gemacht werden. Die Frucht ist ziemlich widerstandsfähig, ihr Vitaminanteil wird durch das Kochen kaum zerstört. Ob mit oder ohne Kern (genauer gesagt: Nüsschen), darüber wird oft gestritten. Meine Hunde bekommen die ganze Frucht püriert ins Futter, bislang ohne Beschwerden. Manche Hunde pflücken die roten Früchte sogar selbst von den Sträuchern! Haben Sie einen solchen Selbstversorger zuhause? Achten Sie bitte darauf, dass ausreichend Hagebutten in der Natur bleiben, da sie auch den Vögeln eine wichtige und leicht zu findende Nahrung bieten. 

Fütterung des Hundes bei chronischer Niereninsuffizienz

Lange Jahre ist man davon ausgegangen, dass Hunde, die unter chronischer Niereninsuffizienz leiden, unbedingt so proteinarm wie nur möglich ernährt werden müssen. Und nicht nur das! Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass proteinreiche Rationen die Erkrankung sogar herbeiführen oder begünstigen würden ... Letzteres ist schlichtweg falsch. Und die Fütterung nierenkranker Hunde müssen wir  wie so vieles -  differenziert betrachten.

Proteinreduktion:  Ja? Nein? Ein klares Jein...
Denn tatsächlich kann es bei dem einem Hund sinnvoll sein, proteinreduziert zu füttern, während es einem anderen schaden kann.

Ein vernünftiger Diätplan für einen chronisch nierenkranken Hund lässt sich nicht mit festen mathematischen Formeln rechnen. Hier geht es nicht darum, von vornherein drastische diätetische Maßnahmen zu ergreifen, in der Hoffnung dass die größte Strenge auch die besten Erfolge herbeiführen möge. Die Fütterung muss ganz sorgfältig und individuell angepasst werden und der Hund soll nun soviel Protein bekommen, wie für ihn verträglich ist. Dabei ist es von ganz besonderer Bedeutung, dass er hochwertiges Eiweiß bekommt. Hochwertig ist das, was ein Hund aufgrund der Beschaffenheit seines Verdauungsapparats am besten verdauen kann: Fleisch! 

Die Eiweißreduktion geht auch nicht zwangsläufig mit einer fleischreduzierten Fütterung einher. Wird fettes Fleisch gefüttert, so kann die ursprüngliche Fleischmenge erhalten bleiben und die Versorgung mit Protein ist automatisch reduziert: Je fetter das Fleisch, umso weniger Protein enthält es. So lassen sich beispielsweise die von Meyer/Zentek empfohlenen Werteerreichen und die Ration besteht immer noch zu  70% aus tierischen Erzeugnissen.

Und wie sieht es mit Phosphor aus?
Bei einer chronischen Niereninsuffizienz ist es absolut notwendig, phosphorarm zu füttern. Es dürfen beispielsweise keine Knochen mehr verfüttert werden, die absolute Phosphorbomben sind!

Ganz wichtig ist, dass die Hunde immer ausreichend zu trinken haben, auch wenn die Erhöhung der ausgeschiedenen Menge zu zusätzlichen Spaziergängen führt! Wenn der Hund (zu) wenig Appetit hat, sollte die Gesamtration auf mehrere kleine Portionen täglich aufteilt werden. Je nach Diät muss auch überlegt werden, ob bestimmte Mineralien, Vitaminen und Spurenelemente der Ration zugefügt werden müssen.

Ein Leben ohne Leckerchen?
Keineswegs! Diese können ganz einfach aus eiweiß- und phosphoramen Zutaten gebacken werden, z.B. Kartoffelmehl, Gemüse (Möhren, rote Beete, Petersilie), Schweineschmalz, fein gewürfelten Speckstückchen. Wichtig: keine Hefe, die sehr viel Phosphor enthält. Aus diesen Zutaten und etwas Wasser wird ein Teig gerührt, der sich auf ein gefettetes Backbleich streichen lässt. Nach 20 Minuten im Backofen Streifen und Stücke schneiden. Diese können noch bei 50° getrocknet werden, so halten sie sich länger.

--> Den kompletten Artikel können Sie hier auf meiner Webseite lesen!

Machen Sie's gut und bis zum nächsten Mal...
Ihre
Anne Sasson

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