| Liebe Tierhalter, nach einer sommerlichen Sendepause kommen nun die Themen der Ausgabe September 2011: 1. Ernährung: das Ei 2. Aus der Phytotherapie: der Weihrauch 3. Komplexmittel: aus Sicht der klassischen Homöopathie |
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Aus der Phytotherapie: der Weihrauch Der Name Weihrauch bezeichnet sowohl die Pflanze (bot.: Boswillia) als auch der Harz, der aus dieser gewonnen wird (Olibanum). In der Naturheilkunde wird insbesondere zwischen boswillia sacra und boswillia serrata unterschieden: Die erste wächst in Somalia und Äthiopien, die zweitere in Indien. Inzwischen sind viele Studien und Dissertationen zu den verschiedenen Wirkungen des Weihrauchs veröffentlicht worden, doch schon die alten Ägypter und Römer und im Mittelalter die Europäer (s. Hildegard von Bingen) wussten die kostbaren Harze einzusetzen. In der modernen Medizin wird der Weihrauch aufgrund seines entzündungshemmenden Wirkstoffs, der Boswellia-Säure, eingesetzt. Akute Entzündungen sind als Abwehrprogramm des Immunsystems zu verstehen: Dringen beispielsweise Bakterien oder Viren in den Organismus ein, werden sie von Leukozyten (weiße Blutkörperchen) vernichtet. Dies geschieht teilweise unter Schmerzen und mit Fieber, führt aber zur Heilung. Ist eine Entzündung chronisch geworden (z.B. Arthritis), muss sie aber aufgehalten werden. Die Bosewellia-Säure wirkt auf die Leukotrienen: Das sind Fettsäuren, die sich in den weißen Blutkörperchen befinden und im Zusammenhang mit allergischen und entzündlichen Prozessen stehen. In der Humanmedizin wird insbesondere der indische Weihrauch in chronisch entzündlichen Erkrankungen eingesetzt: Morbus Chron, Polyarthritis, Rheuma oder auch Asthma bronchiale.DasOlibanum wird nach Anschneiden der Rinde des Weihrauchbaums als milchweiße Emulsion gewonnen und härtet an der Luft zu Gummiharz. Es enthält zu zwei Dritteln Harze wie Boswelliasäure, ca. 20% Gummi, Bassorin, Bitter- und Schleimstoffe sowie 5-10% ätherisches Öl.Weihrauch wirkt schmerzlindernd, beruhigend (es wird dem Harz sogar eine gemütsaufhellende Wirkung zugesprochen!), entzündungshemmend und immunstimulierend. Bei Hunden wird Weihrauch insbesondere bei entzündlichen Gelenkschmerzen eingesetzt. Es ist, neben MSM und Glucosamin, ein Bestandteil einiger fertigen Gelenkpräparaten, man kann Weihrauch aber auch einzeln in Tablettenform beziehen (sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin). |
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Komplexmittel aus Sicht der klassischen Homöopathie
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