Warum Keime, Kleie, Samen und Sprossen gut für deinen Hund sind
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Sind denn Keime, Kleie, Samen und Sprossen im Hundefutter eigentlich nur Spielereien? Oder bringen sie tatsächlich Vorteile? Sehr wahrscheinlich wird ein gesunder Hund, der nach dem 3A-Prinzip (artgerecht, ausgewogen, abwechslungsreich) gefüttert wird, auch ohne sie gesund bleiben. In manchen Fällen sind diese Nährstoffbomben durchaus angebracht und können deinem Hund insbesondere dabei helfen, seine Verdauung zu regulieren bzw. sein Immunsystem zu stärken.

 

Beginnen wir mit den Weizenkeimen, dem eigentlichen Ursprung des Weizens. Sie werden bei der Mehlherstellung aus dem Korn gelöst und bleiben dabei als Abfallprodukt übrig. Zum Wegwerfen sind sie aber viel zu schade, denn sie stecken voller wertvoller Nährstoffe.

 

Weizenkeime enthalten Proteine und gesunde ungesättigte Fettsäuren, vor allem aber jede Menge B-Vitamine sowie Vitamin E. Die B-Vitamine spielen eine wichtige Rolle für das Immunsystem, für das Nervensystem und in den verschiedenen Stoffwechselprozessen. Vitamin E hat eine antioxidative Wirkung und neutralisiert schädliche freie Radikale. Auch dies kommt der gesunden Abwehr zugute.

 

Die Liste der enthaltenen Mineralstoffen ist ebenflalls lang: Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Selen & Zink. Deshalb streue ich regelmäßig Weizenkeime über das Futter meiner Hunde und kann es dir sehr empfehlen. Sehr praktisch sind auch ein paar Tropfen Weizenkeimöl.

 

Im Vergleich mit anderen Ölen hebt sich Weizenkeimöl in Bezug auf die Vitamin E-Konzentration deutlich ab.

 

Olivenöl: 12 mg/100 ml

Rapsöl: 18 mg/100 ml

Sonnenblumenöl: 62 mg/100 ml

Weizenkeimöl: 155 mg/100 ml 


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Wusstest du das?

Die biologische Verfügbarkeit von Vitamin E aus Weizenkeimöl ist deutlich höher als die des Vitamins in synthetischer Form.

Tipp: Wenn das Omega 3-Öl (z.B. Lachsöl) für deinen Hund kein Vitamin E enthält, kannst du es mit Vitamin E-Tropfen stabilisieren. Das Vitamin E wird die empfindlichen ungesättigten Fettsäuren vor dem Oxidationsprozess (Zersetzung) schützen.

 

Zurück zum Weizen!

Auch Weizenkleie wird während des Mahlverfahrens aussortiert. Sie enthält vor allem Ballaststoffe und diese sind extrem wichtig für eine gute Verdauung.

 

Der Begriff „Ballasstoff“ wirkt auf den ersten Blick negativ. Wer möchte denn schon Ballast? Dann sind Ballasstoffen auch noch unverdaulich! Dabei heißt es ja immer, dass das Hundefutter möglichst hochverdaulich sein soll. Das stimmt zwar, doch Ballasstoffe haben auch ihre Berechtigung:

  • Weil sie stark quellen, können sie die Darmtätigkeit regulieren
  • Noch wichtiger – sie dienen den Darmbakterien als Nahrung. So haben sie einen sehr positiven Einfluss auf das Darmmilieu.
  • Als Nebeneffekt wirken sie sättigend und sind deshalb gut für Hunde mit Übergewicht geeignet.

Es ist wie so oft eine Frage der Menge: Zu viel Ballasstoffe führen zu weichem Kot, zu wenig entziehen den Darmbakterien eine wichtige Existenzgrundlage.

 

Und nun zu den Samen.

 

Leinsamen, Flohsamen, Sesamsamen, Chiasamen, Hanfsamen… die Auswahl ist groß.  Alle liefern Mineralstoffe, Spurenelement und Vitamin E. Leinsamen und Flohsamen können darüber hinaus deinem Hund bei Verdauungsbeschwerden wirksam helfen.

 

Leinsamen sind wahre Goldschätze. Was sie bewirken können, hängt von der Art und Weise der Zubereitung und Fütterung an.

 

Leinsamen schützen die Magenschleimhaut: Um diese Wirkung zu erzielen, ist es wichtig, die Samen erst zu mörsern oder zu zerquetschen und dann mindestens eine Stunde aufquellen zu lassen. Noch besser ist es, wenn du die Leinsamen über Nacht einweichen lässt, sie morgens kurz aufkochst und den Schleim durchsiebst. Manche Hunde schlabern den Schleim pur. Du kannst ihn aber auch mit etwas Futter vermengen und verfüttern.

 

Um die Darmtätigkeit zu untersützen, fütterst du die Leinsamen ganz und unaufgequollen. Bei dieser Art der Verabreichung werden die Samen im Laufe der Verdauung aufquellen und die Darmpassage verbessern.

Wichtig: Achte darauf, dass dein Hund anschließend gut trinkt. Biete ihm also direkt nach der Fütterung von Leinsamen Wasser an. Du kannst das Wasser mit etwas Brühe oder Sahne schmackhafter machen. 

 

Auch die Flohsamen bzw. deren Schalen enthalten wertvolle Schleimstoffe. Indische Flohsamen (Psyllium) können viel mehr Wasser binden als Leinsamen. Paradoxerweise helfen sie sowohl bei träger Darmtätigkeit als auch bei Durchfall.


Da die Samen stark aufquellen, vergrößert sich das Kotvolumen. Dadurch wird Druck auf die Darmwand ausgeübt. Das wiederum regt die Darmwand dazu an, sich mehr zu „bewegen“. Auch die Öle, die in den Samen enthalten sind, erleichtern den Kottransport. Da die Flohsamen in der Lage sind, im Darm das 200fache ihres Gewichts an Wasser aufzunehmen, wirken sie ebenfalls bei zu dünnem Kot, der dadurch weniger flüssig wird.

 

Als Ballaststoff sind Flohsamen auch sehr günstig für die Darmflora.

Achtung: Genauso wie bei der Anwendung von Leinsamen ist es sehr wichtig, dass dein Hund viel trinkt!

 

Die Vielfalt der Sprossen

 

Die Auswahl an Sprossen und Keimlinge ist geradezu gigantisch. Von Amaranth bis Radischen über Brokkoli, Bockhornklee, Hirse,  Kresse oder Kohlrabi: Du kannst an jedem Wochentag eine Sprossenart für deinen Hund wählen. Sprossen und Keimlinge sind wahre Vitamin-Bomben sind. Sie liefern davon viel mehr als die „ausgewachsene“ Pflanze.

 

Es gibt zwar unzählige Möglichkeiten, wertvolles Grün zu füttern. Allerdings sind die Produkte in unseren Supermärkten noch eine Rarität. Kein Problem, denn es ist wirklich ein Kinderspiel, sie selbst zuhause zu züchten. Probiere es einfach aus. Meine Hunde mögen vor allem Brokkoli- und Alfalfa sprossen sehr gern!

Achtung: Sprossen von Hülsenfrüchten sollten Hunden nicht verfüttert werden!

 

Ich gebe es gern zu: Sprossen zu ziehen macht mir viel Spaß! Deshalb bekommen meine Hunde regelmäßig kleine Mengen. Sie sind bei einer gesunden, ausgewogenen Fütterung nicht unbedingt notwendig. Dahingegen steht Weizenkeimöl sehr oft auf dem Speiseplan.


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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin. 

Mein Herzenswunsch?  Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben. 

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