5 wirksame Mittel, um deinen nierenkranken Hund nachhaltig zu unterstützen
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O-Ton: „Ihr Hund bekommt von mir eine Nierendiät, ansonsten können wir nicht viel tun.“

Das hören viele Hundehalter nach der Diagnose Nierenerkrankung. Obwohl ich diese Aussage schon seit Jahren kenne, werde (und will!) ich mich nicht daran gewöhnen.

Die gute Nachricht

 

Du musst dich auch nicht daran gewöhnen, denn es gibt so vieles, was deinem nierenkranken Hund helfen kann.

Was heißt eigentlich „man kann nicht viel tun“? Man kann die verlorene Nierenfunktion nicht wiederherstellen, das stimmt.

 

Aber dein Hund besteht doch nicht nur aus seinen Nieren, deshalb solltest du ihn unbedingt ganzheitlich unterstützen.

Der erste Schritt ist definitiv eine angepasste Fütterung. Doch das ist nur der Einstieg, es geht noch weiter. Ich würde sogar sagen: „Jetzt geht es richtig los“! Hier sind 5 Mittel, die deinem Hund zuverlässig helfen werden.

 

1- Wie du seine Übelkeit erfolgreich besiegst

 

Deinem Hund ist ständig übel? So, dass er kaum noch fressen mag? Da wirkt die Ulmenrinde Wunder. Auch unter ihrem englischen Namen Slippery Elm Bark oder kurz SEB blieb sie lange ein Geheimtipp. Als ich vor Jahren in die Apotheke lief, um Ulmenrinde zu kaufen, hat das komplette Team lange suchen müssen, um sie für mich bestellen zu können. Heute haben zum Glück verschiedene Anbieter Ulmenrinde im Programm.


Was macht sie so wertvoll? Sie enthält Gerb- und Bitterstoffe, die appetitanregend wirken, und Schleimstoffe, die die Magenschleimhaut schützen. Genau das braucht dein Hund, um wieder Lust am Fressen zu bekommen.

 

2 – Wie du ihm wieder auf die Beine hilfst

 

Es reicht nicht immer aus, dass der Hund wieder frisst. Oftmals hat er aufgrund seiner Erkrankung eine Anämie (Blutarmut) entwickelt, die ihn natürlich zusätzlich schwächt. Hiergegen ist ein (chinesisches) Kraut gewachsen. Genauer genommen handelt es sich um die Wurzel der Rehmannia, eine mit dem Jasmin verwandte Pflanze.

 

In der chinesischen Medizin wird Rehmannia als Nierentonikum benutzt, insbesondere weil der sog. „chinesische Fingerhut“ das Blut tonisiert und das Nieren-Yin nährt. Auch westliche Therapeuten setzen auf die erstaunliche Wirkung der Rehmannia-Wurzel.

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3 – Wie seine Nieren gut durchblutet bleiben

 

Um weiterhin effizient arbeiten zu können, müssen die Nieren gut durchblutet werden. Das kannst du sehr gut mit Ginkgo biloba unterstützen. Wahrscheinlich hast du schon gehört, dass die Blätter des chinesischen Baumes bei Gedächtnisschwäche helfen oder sogar die Alzheimer-Demenz verlangsamen können. Das lässt sich u.a. dadurch erklären, dass die Wirkstoffe der Ginkgo-Blätter das Blut besser fließen lassen. Natürlich nicht nur im Gehirn, sondern auch in den kleinsten Gefäßen der Nieren.

 

4- Wie du seine Leber und seinen Darm stärkst


Ja, du hast richtig gelesen. Es ist nicht nur wichtig, die Nieren zu entlasten, sondern auch die Leber und den Darm zu stärken. Denn die Funktion dieser Organe wird dadurch beeinträchtigt, dass giftige Stoffwechselprodukte nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden können.

 

Der „Klassiker“ für die Regeneration der Leberzellen ist die Mariendistel, und insbesondere der enthaltene Wirkstoff Silymarin.  

 

Für eine gesunde Darmflora kannst du mit prä- und probiotischen Nahrungsmitteln beginnen, z. B. Chicoree, Löwenzahn, Topinambur, Pastinaken oder frischem Sauerkraut.  Auch eine Behandlung mit Huminsäuren kann ich dir für den Start wärmstens empfehlen. Sie kleiden die Darmwand aus und verhindern so, dass Toxine wieder in den Organismus gelangen. Im Gegenteil: Diese werden im Darm gebunden und ausgeschieden.

5- Wie du seine Blutwerte senkst

 

Vitalpilze sind seit Jahrtausenden ein fester Bestandteil der chinesischen Medizin und ihre Wirkung wird inzwischen von vielen westlichen Medizinern anerkannt. Nicht zuletzt, weil unendlich viele wissenschaftliche pharmakologische Untersuchungen zur Wirkung der Vitalpilze durchgeführt wurden. Zum Beispiel kann der Cordyceps (oder chinesische Pilzraupe) den Harnstoff- und Kreatininspiegel im Serum senken[1] und die Funktion der Nieren generell stärken.

 

 

Dies sind hier nur 5 Wege unter den vielen therapeutischen Möglichkeiten. Ich möchte noch unbedingt die klassische Homöopathie erwähnen, aber auch sog. Komplexmittel wie die inzwischen zurecht berühmte SUC-Therapie. Vor einigen Jahren wurde die Kur aus Solidago, Ubichinon und Coenzym fast ausschließlich von Tierheilpraktikern empfohlen. Heute wird SUC von vielen Tierärzten verschrieben und sogar in den Tierkliniken bei Notfällen eingesetzt.

Ein gutes Zeichen dafür, dass es in die richtige Richtung geht und eines Tages die Eingangsaussage dieses Beitrags endgültig zur Vergangenheit gehören wird.

Alles Gute für dich und deinen Hund!

 

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