Zum Tag des Glücks mit deinem Hund
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Heute ist der Internationale Tag des Glücks.

Ich gehe natürlich davon aus, dass du jeden Tag mit deinem Hund glücklich bist. Trotzdem möchte ich gerne einen kleinen Umweg über die Entstehung des Weltglücktags gehen... und dann kommen wir zu dir, deinem Hund und zu dem, was Oxytocin für euer gemeinsames Glück tun kann.

Der Tag des Glücks wurde in 2012 ins Leben gerufen, bei einem Treffen mit dem Titel  "Glück und Wohlbefinden: Definition eines neuen ökonomischen Paradigmas".

 

Ban Ki-moon, der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen erklärte: „Wir brauchen ein neues Paradigma für die Wirtschaft, welches die Gleichwertigkeit der drei Nachhaltigkeitssäulen beachtet. Wohlergehen in puncto Sozialem, Wirtschaft und Umwelt sind nicht voneinander zu trennen. Zusammen definieren sie das globale Brutto-Glück.“ 

 

Am Tag des Glücks finden jährlich viele verschiedene Aktionen für mehr Glück auf dem Planeten. Hier kommt mein Vorschlag für mehr globales Brutto-Glück...

 

Streicheleinheiten für deinen Hund

 

Wenn du deinen Hund streichelst, wir Oxytocin ausgeschüttet. Um genauer zu sein, reicht hierzu schon der Blickkontakt. So wie es zwischen einer Mutter und ihrem Baby funktioniert, so spielt es sich auch zwischen dir und deinem Hund ab. Alleine wenn du ihn anschaust, steigt der Oxytocin-Pegel und er fühlt sich glücklicher. Je enger der Kontakt ist, umso höher ist die Ausschüttung des „Kuschelhormons“. Wenn du also mit ihm zusammen auf der Couch liegst, oder ihn streichelst, läuft die Produktion auf Hochtouren.

 

Und das Gute ist: Das gilt für dich und für deinen Hund.

 

Einfach nur ein Kuschelhormon?

 

Oxytocin wird oft als Kuschelhormon bezeichnet. Tatsächlich hat es einen Einfluss auf die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Seine physiologische Funktion besteht darin, die Wehen für die Geburt sowie den Milcheinschuss auszulösen. Das Hormon spielt nicht nur bei der mütterlichen Bindung, sondern auch bei der Paarbindung, oder auch bei Angst- und Stressverhalten eine Rolle.

Denn das Oxytocin kann noch viel mehr, als nur zum Kuscheln zu animieren. Durch die Ausschüttung von Oxytocin werden der Blutdruck und der Cortisolspiegel reguliert. Beide haben einen Einfluss auf die Verarbeitung von Stress. Das Cortisol ist dazu da, dem Organismus Energie bereitzustellen, wenn er sie braucht: bei großen Anstrengungen oder bei Stress zum Beispiel. In diesen Situationen sorgt das Cortisol für eine gesteigerte Leistungsfähigkeit. Das ist grundsätzlich positiv. Doch wenn dein Hund bereits gestresst ist, hat das „Stresshormon Cortisol“ negative Folgen. Da kommt das Oxytocin ins Spiel, denn es mindert die Ausschüttung von Cortisol und reduziert somit den Stress.

 

Warum du deinen Hund (noch) öfter streicheln solltest

 

Dr. Linda Handlin von der Faculty of Veterinary Medicine and Animal Science an der Swedish University of Agricultural Sciences hat im Jahr 2010 eine Doktorarbeit verfasst, in der sie darlegt, dass Oxytocin nicht nur bei zwischenmenschlichen Beziehungen entsteht, sondern auch bei Interaktionen zwischen Mensch und Hund. Zusammengefasst hat sie feststellen können, dass bei einer liebevollen Interaktion zwischen Mensch und Hund

  • die Ausschüttung von Oxytocin bei beiden ausgelöst wird und auch parallel steigt,
  • die Herzfrequenz des Menschen sinkt,
  • der Oxytocin-Pegel bei Mensch und Hund höher war, je öfter der Mensch mit dem Hund gekuschelt hat,
  • die Qualität der Beziehung zwischen Mensch und Hund mit steigendem Oxytocin ebenfalls steigt.

 

Streichle also deinen Hund, so oft du kannst. Und ihr werdet beide glücklich sein.

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