Leinöl, Hanföl, Kokosöl im Hundefutter: Wundermittel oder Hype?
Leinöl, Hanföl, Kokosöl, Schwarzkümmelöl … die Liste der pflanzlichen Öle, die unsere Hunde bekommen, ist lang. Die einen sind plötzlich hoch im Trend, andere werden als Geheimtipp gehandelt.
Doch unterm Strich herrscht große Unklarheit darüber, welches Öl nun wirklich gut ist.
Was genau soll ein Öl bewirken? Das ist die eigentlich wichtige Frage. Denn „gut“ ist ja relativ: Ein Öl kann hervorragend für eine gesunde Haut sein, das andere wertvolle Omega-3-Fettsäuren liefern. Deshalb lohnt sich ein genauerer Blick.
In meinem letzten Artikel Tierische Fette: Welches ist das Beste für deinen Hund? ging es um Fett als Energiequelle. In diesem Artikel schauen wir uns die Pflanzenöle an: Was bewirken sie und wo liegen ihre Grenzen.
Am Ende findest du eine informative Vergleichstabelle, die dir die Entscheidung leicht macht.
- Was unterscheidet Fette von Ölen
- Der große Irrtum: Pflanzenöl als Energiequelle
- Der Haken: Die besondere Zusammensetzung von Fettsäuren.
- Der Rettungstrupp: Die Antioxidantien
- Omega-6: Die eigentliche Stärke von Pflanzenölen
- Die Linolsäure
- Die Gamma-Linolensäure (GLA)
- Die gängigsten Pflanzenöle im Einzelnen
- Was ist bei ausgewogener Fütterung wirklich relevant?
- Öl ist nicht gleich Öl
Was unterscheidet Fette von Ölen
Bevor wir ins Detail gehen, kurz die Grundlage: Fette und Öle bestehen beide aus Triglyceriden. Das sind Fettsäuren, die an ein Glycerin-Grundgerüst gebunden sind. Der Unterschied zwischen "Fett" und "Öl" ist erstmal nur eine Frage des Aggregatzustands: Bei Raumtemperatur sind Öle flüssig, während Fette fest bleiben.
Ob ein Triglycerid fest oder flüssig ist, hängt direkt davon ab, aus welchen Fettsäuren es besteht, genauer genommen von deren Sättigungsgrad. Gesättigte Fettsäuren lassen sich eng aneinanderlagern und machen ein Fett fest, wie bei Rindertalg oder Schweineschmalz. Ungesättigte Fettsäuren "knicken" die Molekülketten und verhindern diese dichte Lagerung. So bleiben die meisten Öle sogar im Kühlschrank flüssig.
Die Zusammensetzung der Fettsäuren ist nicht nur für den Aggregatzustand entscheidend, sondern auch entscheidend für die Wirkung des Öls im Körper deines Hundes.
Und weil Fette und Öle unterschiedlich zusammengesetzt sind, kannst du sie nicht einfach gegeneinander austauschen. Es sind zwar beides Triglyceride, aber mit einer grundlegend unterschiedlichen „Fettsäuren-Handschrift“.
Der große Irrtum: Pflanzenöl als Energiequelle
Was die Energieversorgung angeht, macht es rein rechnerisch keinen Unterschied, ob du deinem Hund pflanzliche oder tierische Fette fütterst. Ein Gramm Öl liefert genauso viele Kalorien wie ein Gramm Rinderfett, nämlich 9 kcal.
Aber nur auf den ersten Blick. Es sind andere Faktoren, die eine Rolle spielen und erklären, warum es nicht egal ist, ob du einen Schuss Rapsöl oder einen Teelöffel Gänseschmalz in den Napf gibst.
Die Antwort hat nichts mit schlechter Verdaulichkeit zu tun, denn tatsächlich verdaut ein gesunder Hund Pflanzenöl fast genauso gut wie tierisches Fett, beide liegen in einem sehr hohen Verwertungsbereich von 95 bis 99%. Anders als bei Kohlenhydraten, von denen du die doppelte Menge füttern musst, um deinem Hund die gleiche Energie zu liefern, entsteht bei der Fettverdauung also kaum „Abfall“.
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Der Haken: Die besondere Zusammensetzung von Fettsäuren.
Pflanzenöle bestehen zu einem großen Teil aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Um zu verstehen, warum das für den Organismus ein Problem sein kann, lohnt sich ein Blick auf die Molekülstruktur.
Gesättigte Fettsäuren, wie sie in Rindertalg oder Gänseschmalz enthalten sind, bilden eine durchgehende feste Kette, sie sind chemisch also sehr stabil.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren dagegen haben mehrere Doppelbindungen in der Kette, und genau dazwischen sitzt ein Wasserstoffatom, das nur locker gebunden ist. Dieser bildet eine Art „Sollbruchstelle“.
Stell dir eine Reihe Dominosteine vor: Eine gesättigte Fettsäure ist wie eine massive Mauer: Nichts bringt sie zum Wackeln. Eine mehrfach ungesättigte Fettsäure hat dagegen an jeder Doppelbindung einen instabilen „Dominostein“.
Kommt dann ein freies Radikal vorbei (das ganz normal bei der Energiegewinnung in der Zelle entsteht), reicht ein kleiner Anstoß, um das lose Wasserstoffatom herauszureißen. Die Fettsäure in der Zellwand wird dadurch selbst zum Radikal und reißt beim nächsten Molekül wieder ein Wasserstoffatom heraus. Ein Dominostein kippt den nächsten um: eine Kettenreaktion.
Der Rettungstrupp: Die Antioxidantien
Eine Studie an gesunden Hunden zeigte das ganz konkret: Nach einer höher dosierten Zufuhr mehrfach ungesättigter Fettsäuren stiegen die Marker für oxidativen Stress messbar an, während gleichzeitig ein wichtiges körpereigenes Antioxidans, das Gluthation, abnahm.
Ein weiteres Antioxidans fängt die "fallenden Dominosteine" ab: Das Vitamin E.
Pflanzenöl ist also nicht schlecht verdaulich, aber je mehr Energie du über ein mehrfach ungesättigtes Öl statt über tierisches Fett deckst, desto mehr steigen die oxidative Belastung und der Vitamin-E- sowie Gluthation-Verbrauch.
Wie du deinem Hund stattdessen ausreichend Energie über tierisches Fett gibst, liest du im Artikel Tierische Fette: Welches ist das Beste für deinen Hund?
Übrigens: Für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine (A, E, D, K) ist die Beigabe von Fett/Öl im Futter ist biochemisch zwingend erforderlich. Ob aus pflanzlichem Öl oder tierischem Fett spielt absolut keine Rolle
Omega-6: Die eigentliche Stärke von Pflanzenölen
Pflanzliche Öle, die gezielt und in angemessenen, kleinen Dosierungen eingesetzt werden, bringen trotz der Anfälligkeit für oxidative Belastung spezifische Vorteile. Denn sie liefern essenzielle Fettsäuren, die dein Hund über die Nahrung aufnehmen muss, weil er sie nicht selbst herstellen kann. Wir sprechen hier von der Familie der Omega-6-Fettsäuren, der dein Hund aber in aller Regel bei artgerechter und ausgewogener Fütterung über das Fleisch und tierische Fette in ausreichenden Mengen zu sich nimmt.
An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass das Fleisch der Wiederkäuer (Rind, Lamm…) weniger der wichtigen Omega-6-Fettsäure Linolsäure enthalten, sodass es bei ausschließlicher Fütterunggünstig ist, etwas Geflügel- oder Schweinfett hinzuzufügen. Ist dies nicht möglich, können Pflanzenöle ins Spiel kommen.
Die Linolsäure
Die unbestrittene Superkraft dieser Omega-6-Fettsäure liegt in ihrer Rolle für die Gesundheit von Haut und Fell, da sie die wasserabweisende Fettbarriere der Haut aufbaut. Fehlt Linolsäure, wird die Haut trocken, schuppig, rissig und das Fell wird matt.
Die Gamma-Linolensäure (GLA)
Die meisten Omega-6-Fettsäuren wirken im Körper entzündungsfördernd. Das muss kein Nachteil sein, denn diese Reaktion ist z. B. für die Wundheilung und die Immunabwehr lebensnotwendig. Es ist eine Frage der Menge und des Verhältnisses zwischen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren, weshalb die Zugabe eines ausgewählten Omega-3-Öl so wichtig ist.
GLA aus Borretsch- oder Nachtkerzenöl gehört zwar zur Omega-6-Familie, wirkt aber entzündungshemmend. Deshalb werden diese Öle zu therapeutischen Zwecken gezielt bei Hautproblemen, stumpfem Fell oder Allergien eingesetzt. Die geringe Dosierung dient dazu die normale Zufuhr zu erhöhen, um die spezifische Wirkung zu erzielen.
Die gängigsten Pflanzenöle im Einzelnen
Hanföl
Hanföl hat unter den Pflanzenölen ein vergleichsweise ausgewogenes Verhältnis der pflanzlichen Fettsäuren Omega-6 zu Omega-3 (ca. 3:1). Zudem enthält es kleine Mengen der seltenen Gamma-Linolensäure (GLA), die entzündungsregulierend wirkt.
Wichtig zu wissen: Auf dem Papier stehen zwar 3 Teile Linolsäure (Omega-6) auf 1 Teil ALA (Omega-3). Doch im Körper deines Hundes wird das Omega-6 vollständig aufgenommen, während das pflanzliche Omega-3 (ALA) kaum in wirksames EPA/DHA umgewandelt wird. Faktisch wird das Verhältnis im Gewebe dadurch einseitig in Richtung Omega-6 verschoben. Genau das, was eigentlich nicht erwünscht ist.
Hanföl und andere pflanzliche „Omega-3-Öle“ können maritime Quellen wie Fisch- oder Algenöl für die vernünftige Versorgung nicht ersetzen.
Leinöl
Leinöl hat einen der höchsten Alpha-Linolensäure-Gehalte überhaupt. Damit ist es eine der konzentriertesten pflanzlichen Omega-3-Quellen. Doch auch hier gilt in vollem Umfang, was diesbezüglich zum Hanföl steht: Es kann nur zu einem verschwindend geringen Anteil in EPA und DHA umgewandelt werden.
Dennoch kann eine geringe Menge Leinöl bei unausgwogener Fütterung sinnvoll sein, denn die reine Anwesenheit von ALA lässt Leinöl wie ein kleiner „Puffer“ gegen ein extremes Omega-6-Übergewicht wirken. Das macht überhaupt nur dann Sinn, wenn die Ration extrem viel Omega-6 (z. B. durch reine Geflügelfütterung) enthält und gleichzeitig gar kein marines Omega-3 (Fisch/Alge) gegeben wird. Bei einer durchdachten, ausgewogenen Fütterung existiert dieses Problem schlichtweg nicht.
Distelöl und Sonnenblumenöl
Beide Öle werden gerne wegen ihres hohen Vitamin-E-Gehalts empfohlen. Hier lohnt sich ein kritischer Blick auf die Fettsäuren-Zusammensetzung. Handelsübliches Sonnenblumenöl besteht zu 48–74% aus Linolsäure (Omega-6), aber zu unter 0,5% aus Alpha-Linolensäure (Omega-3): ein Omega-6-zu-3-Verhältnis von über 100:1.
Distelöl liegt ähnlich einseitig. Wird eines dieser Öle dauerhaft und in größeren Mengen gefüttert, kann es das Omega-6-zu-3-Verhältnis deutlich in die falsche Richtung verschieben und damit eher entzündungsfördernde Prozesse begünstigen, statt ihnen entgegenzuwirken.
Vitamin E ist zwar ein Schutzschild gegen die Oxidation mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Doch wenn du deinem Hund Sonnenblumen- oder Distelöl fütterst, wird das zugeführte Vitamin E zu einem Großteil direkt im Körper wieder verbraucht, um die extrem hohen Mengen an gleichzeitig zugeführter Linolsäure vor der Oxidation zu schützen.
Tipp: Es gibt auch "High-Oleic"-Sondersorten beider Öle mit deutlich mehr Ölsäure (Omega-9) und weniger Linolsäure.
Rapsöl
Rapsöl wird in Fütterungsratgebern unterschiedlich bewertet: teils gelobt, teils in einen Topf mit Sonnenblumen- oder Distelöl geworfen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Zu Unrecht. Handelsübliches Rapsöl besteht zu 60–65% aus Ölsäure (Omega-9), zu 19–21% aus Linolsäure (Omega-6) und zu 9–12% aus Alpha-Linolensäure (Omega-3). Das ergibt ein Omega-6-zu-3-Verhältnis von grob 2:1, also deutlich günstiger als bei Sonnenblumen- oder Distelöl.
Auch hier gilt die Anmerkung: Es ist kein Ersatz für für ein marines EPA/DHA-Öl aus Fisch oder Algen)
Nachtkerzenöl, Borretschöl und Schwarzkümmelöl
Diese drei Öle werden in der Regel nicht dauerhaft, sondern gezielt und kurweise eingesetzt.
Nachtkerzen- und Borretschöl sind besonders reich an Gamma-Linolensäure (GLA), dieser Ausnahme unter den Omega-6-Fettsäuren mit einer entzündungsregulierenden statt -fördernden Wirkung.
Deshalb werden diese beiden Öle in Kuren von 4 bis 6 Wochen tröpfchenweise insbesondere bei Hautbeschwerden eingesetzt.
Schwarzkümmelöl wirkt über einen anderen Inhaltsstoff: Thymochinon, dem antioxidative und entzündungsregulierende Eigenschaften zugeschrieben werden. Es wird häufig zur Vermeidung von Zeckenbissen angewendet, wobei die Wirksamkeit sehr unterschiedlich bewertet wird.
Aufgrund der enthaltenen ätherischen Öle sollte Schwarzkümmelöl zum Schutz der Leber nur phasenweise gefüttert werden!
Olivenöl
Olivenöl fällt aus der Reihe der bisher genannten Öle heraus und zwar im positiven Sinne. Es besteht zu etwa 70–75% aus Ölsäure (Omega-9) und enthält nur wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Das heißt konkret: kaum Omega-6, noch weniger Omega-3.
Je mehr Ölsäure in einem Öl enthalten ist, umso weniger wird es oxidieren. Das Risiko von oxidativem Stress gepaart mit hohem Vitamin-E-Verbrauch wie bei Sonnenblumen-, Distel oder auch Leinenöl ist hier gering. Das erklärt, dass Olivenöl als natürliches Antioxidans in Fischölen eingesetzt wird, um die empfindlicheren Omega-3-Fettsäuren vor Oxidation zu schützen.
Olivenäl kann eine sinnvolle Wahl sein, um deinem Hund zusätzliche Energie über ein Pflanzenöl zuzuführen. Es liefert allerdings kaum essenzielle Fettsäuren und muss unbedingt mit anderen Ölen kombiniert werden. essenziellen Fettsäuren-Haushalt – dafür ist der Omega-6- und Omega-3-Anteil einfach zu gering.
Kokosöl
Kokosöl nimmt unter den Pflanzenölen eine echte Sonderrolle ein. Es besteht zu über 80 % aus gesättigten Fettsäuren, allen voran Laurinsäure. Ein Teil dieser Fettsäuren zählt zu den mittelkettigen Fettsäuren (MCTs).
Anders als oft behauptet, ist Kokosöl kein Wundermittel bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Die Laurinsäure gehört zwar zu den MCTs, die kaum Enzyme verbrauchen. Leider verhält sich die Laurinsäuren trotzdem wie ein ganz normales langkettiges Fett. Wenn es also darauf ankommt, ist ein reines MCT-Öl aus C8- und C10-Fettsäuren deutlich besser geeignet.
Algenöl
Algenöl fällt komplett aus der Reihe: Es stammt aus Mikroalgen und ist damit pflanzlich, wird aber als vegane, fischfreie Quelle für direktes EPA und DHA gefüttert. Funktional gehört es damit eher in die Kategorie der marinen Öle als zu den klassischen Pflanzenölen.
Was ist bei ausgewogener Fütterung wirklich relevant?
Jetzt wird es konkret: Braucht dein Hund überhaupt zusätzliches Pflanzenöl, wenn er ohnehin abwechslungsreich mit ausreichend Fleisch gefüttert wird?
Rind-, Lamm- und Pferdefleisch enthalten zwar von Natur aus wenig mehrfach ungesättigte Fettsäuren, doch wenn das Fleisch genug Fett enthält (oder tierisches Fett zugefügt wird), ist dein Hund in aller Regel ausreichend versorgt. Falls nötig, solltest du mageres Fleisch mit etwas Geflügelfett ergänzen oder regelmäßig Geflügel anbieten.
Wann dein Hund pflanzliche Öle braucht
Situation | Pflanzenöl nötig? | Warum? |
Gesunder Hund (ausgewogene Fütterung) | NEIN | Tierische Fette kombiniert mit marinem Öl liefern Fettsäuren im richtigen Verhältnis. |
Erkrankungen | EVTL. | Nachtkerzen- oder Borretschöl werden zu therapeutischen Zwecken, insbesondere bei Hauterkrankungen, kurweise und in kleinen Mengen eingesetzt. Reine MCT-Öle (C8/C10) können vorsichtig bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse gefüttert werden.
|
Fütterung von fettarmen Fleischsorten | BEDINGT | Etwas Geflügelfett ist hier die biologisch passendere Ergänzung als Pflanzenöl. |
Öl ist nicht gleich Öl
JUnd das liegt nicht nur daran, dass es „bio“, „nativ“ oder „kaltgepresst“ ist.
Die eine, immer richtige Antwort auf die Frage "Welches Öl ist gut für meinen Hund?" gibt es nicht. Und genau deshalb war es die Reise durch die Pflanzenöle wert, die wir in diesem Artikel gemacht haben.
Was wir festhalten können: Für die Energieversorgung sind Pflanzenöle nur bedingt geeignet. Und für die Zufuhr von den wichtigen Omega-3-Fettsäuren, reichen sie bei weitem nicht aus (Ausnahme: Algenöl). Bei einer ausgewogenen Fütterung kann man sie meistens getrostet weglassen bzw. sie nur sehr gezielt zu Behandlungszwecken einsetzen.
Mit tierischem Fett aus dem Fleisch oder als Zugabe sowie der Fütterung von gutem Omega-3-Öl aus Fisch oder Alge, ist dein Hund in aller Regel bestens versorgt.
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FAQ
Kann ich meinem Hund einfach mehrere Pflanzenöle gleichzeitig geben? Jedes Öl hat eigene Vor- und Nachteile. Kombinierst du sie wahllos, erhöhst du möglicherweise unnötig die Kalorienzufuhr und die oxidative Belastung, ohne einen zusätzlichen Nutzen zu haben.
Ersetzt Leinöl oder Hanföl ein Fischöl? Nein. Beide liefern nur die pflanzliche Vorstufe ALA, die dein Hund kaum in die wirksamen Formen EPA und DHA umwandeln kann. Für eine echte wertvolle Omega-3-Versorgung führt an einem marinen Öl (Fisch oder Alge) kein Weg vorbei.
Ist Kokosöl gut für die Bauchspeicheldrüse? Nur bedingt. Kokosöl wird oft als MCT-Öl vermarktet, besteht aber überwiegend aus Laurinsäure, die sich im Körper wie ein normales langkettiges Fett verhält. Bei echten Bauchspeicheldrüsen-Problemen ist ein reines MCT-Öl aus C8/C10-Fettsäuren die bessere Wahl, um die Verdauung zu entlasten.
Wie schnell zeigt sich die Wirkung einer Ölzugabe bei Hautproblemen oder stumpfem Fell? Bei gezielt eingesetzten Ölen wie Nachtkerzen- oder Borretschöl brauchst du Geduld: Eine spürbare Verbesserung stellt sich meist erst nach mehreren Wochen der Kur ein, nicht nach wenigen Tagen.
Kann zu viel Pflanzenöl meinem Hund schaden? Ja. Wird dauerhaft zu viel eines mehrfach ungesättigten Öls gefüttert, steigt die oxidative Belastung und der Verbrauch an Vitamin E und Glutathion, ganz unabhängig davon, wie hochqualitativ das Öl im Einzelfall gilt.
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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin.
Mein Herzenswunsch? Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben.


