Dein Hund ist alt – Eine gute Erklärung für seine Laborwerte?
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Sind die Laborwerte deines Hundes im Alter anders zu bewerten?

Kürzlich aufgeschnappt: „Ich kann mich immer total darüber aufregen, dass jede Verschlechterung im Blutbild meines Hundes auf sein (hohes) Alter geschoben wird“.  Weil du sie so gut pflegst, werden deine Hunde zum Glück immer älter. Und natürlich haben sie ein Recht darauf, auch als Senior ein gesundes Leben zu führen. Sind seine Laborbefunde jetzt anders zu bewerten?

 

Ab wann zählt dein Hund zu den „älteren Semestern“

 

Bei dir gilt der Spruch: „Du bist so alt, wie du dich fühlst“ – Ich finde, er lässt sich problemlos auf deinen Hund übertragen. Jeder Hund altert anders. Dennoch gibt es – wie immer und für fast alles – Richtwerte. Hat dein Hund 75% der Lebenserwartung erreicht, die für seine Rasse typisch ist, wird er als Senior eingestuft. Das ergibt einen Mittelwert von 9 Jahren, wobei der Alterungsprozess bei großen Hunden früher beginnt als bei den kleineren.  

 

Starte heute schon damit, dein Auge zu schulen

 

Wichtig ist, dass du deinen Hund immer sehr gut beobachtest und mit der Zeit weißt, was für ihn typisch ist. Es ist nie zu früh, um damit zu starten. Ist er schon immer ein ruhiger Hund gewesen, wird er im Alter höchstwahrscheinlich früher längere Ruhephasen einlegen, als ein absoluter Wirbelwind. Gerade, wenn dein Hund schon immer sehr aktiv war, solltest du sehr aufmerksam sein, wenn er plötzlich viel mehr schläft oder sich sogar häufiger zurückzieht.

Das vermehrte Schlaf- bzw. Ruhebedürfnis wird oft auf das Alter geschoben. Gleiches gilt auch für das Mäkeln. Wie oft hast du schon gehört, dass alte Hunde „sonderlich“ werden, und allein deshalb nicht mehr alles fressen wollen? Nein, es wird einen Grund geben, weshalb dein alter Hund andere Fressgewohnheiten annimmt. Vielleicht sind es seine Zähne, die ihm Schmerzen bereiten? Oder er merkt ganz genau, dass er manches nur noch schwer verdaut und verweigert es entsprechend? Es ist leider auch möglich, dass manche Organe wie z.B. die Leber, die Nieren oder die Bauchspeicheldrüse ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen und ihm übel ist.

Neue Verhaltensweisen schleichen sich meistens ganz allmählich ein. Deshalb ist es so wichtig, mit deinen Beobachtungen so früh wie möglich zu beginnen.

 

Mein Tipp: Schreibe für deinen Hund ein Tagebuch!  Du wirst staunen, wie viele wertvolle Informationen du mit der Zeit festhalten wirst. Und wie viele schöne Erinnerungen!  

 


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Wie sinnvoll sind regelmäßige Laboruntersuchungen?

 

Es gibt natürlich hierzu keine allgemeingültige Antwort. Es hängt vor allem vom Gesundheitszustand deines Hundes ab, wie oft bestimmte Werte bestimmt werden sollten.

 

Regelmäßige Laboruntersuchung ermöglichen

  • zeitliche Vergleiche
    Hat dein Hund über eine längeren Zeitraum Werte im unteren Drittel eines Referenzbereiches, wird ein leicht erhöhter Wert eine andere Bedeutung haben, als bei einem Hund, der dauerhaft Werte im oberen Drittel zeigte.
  • eine frühe(re) Diagnose
    So wirst du früher mit der Behandlung deines Hundes starten können.
  • die bessere Beurteilung eines Krankheitsverlaufs.

 

Welche Werte sollten generell überprüft werden?

Auch zu dieser Frage gibt es keine für alle Senioren-Hunde geltende Antwort. Einige Erkrankungen nehmen mit steigendem Alter zu.  Deshalb sollten neben einer allgemeinen Laboruntersuchung auch einige spezifische Werte bestimmt werden, um diese früh genug zu erkennen.

 

Was nicht fehlen sollte:

  •  Ein großes Blutbild – auch geriatrisches Profil genannt,
  •  Ein Harnstatus

Die Befunde ermöglichen u.a.

·         die Überprüfung von Nieren, Leber & Bauchspeicheldrüse,

·         die Feststellung von Anämien,

·         die Feststellung von Entzündungen,

·         die Diagnostik von bestimmten Erkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus

 

Wenn Beschwerden abgeklärt werden sollten, helfen weiterführende Untersuchungen bei der Feststellung von

  •           Cushing-Syndrom
  • -         Schilddrüsenunterfunktion
  •           Herzerkrankungen
  •           Prostata-Hyperplasie 

 


Ein guter Start!

 

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Verschieben sich die Laborwerte wirklich aufgrund des Alters

 

LEBER und GALLE

  • AST (Aspartat-Aminotransferase): keine Veränderung im Alter
  • ALT (Alanin-Aminotransferase): Leicht steigende Tendenz über die gesamte Lebensdauer
  • AP (Alkalische Phosphatase): leichter, kaum signifikanter Anstieg im Alter

BAUCHSPEICHELDRÜSE

  • α -Amylase: keine Veränderung im Alter
  • Lipase: keine Veränderung im Alter

 

ENTZÜNDLICHE UND DEGENERATIVE PROZESSE

  • LDH (Laktat-Dehydrogenase): keine Veränderung im Alter

 

NIERENWERTE

  • keine Veränderung im Alter

SCHILDDRÜSENHORMONE

  • Leichte Abnahme der Konzentration mit zunehmendem Alter

 

„Für einen alten Hund ist alles im grünen Bereich“

 

Die Organe werden natürlich älter und funktionieren nicht mehr so, wie sie es in jungen Jahren taten. Deshalb werden bei Senioren-Hunden z.B. höhere Leberwerte festgestellt. Das bedeutet aber in keiner Weise, dass du dies auf die leichte Schulter nehmen solltest. Die Verschiebungen, die für einen alten Hund oftmals als normal angesehen werden, haben einen Grund. Den gilt es herauszufinden.


Achte auf die Symptome deines Hundes. Denke nicht gleich, dass sie zwingend altersbedingt sein müssen. Schau sehr genau hin und lasse lieber mehrmals überprüfen. Du kannst auch Menschen aus der Familie oder Freundeskreis fragen, die vielleicht einen anderen Blick auf deinen Hund haben. Sei dann offen für ihre Meinung, wenn du ihnen vertraust. Lass auch beim Tierarzt nicht locker, und stelle so viele Fragen, wie nur möglich.

 

Hier heißt es: Unbedingt nach der Ursache für verschobene Laborwerte suchen und gleich mit einer passenden Fütterungsumstellung und/oder Behandlung zu starten. Dabei kannst du dir auch gern alternative Hilfe bei einer Tierheilpraktikerin oder Ernährungsberaterin suchen. So stehen die Chancen viel höher, dass deinem Hund eine hohe Lebensqualität und die bestmögliche Gesundheit lange erhalten bleiben.


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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin. 

Mein Herzenswunsch?  Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben. 


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