Anne Sasson - Ganzheitliche Hundegesundheit

Damit Hundeaugen strahlen.

DETOX-Kur mit System – So führst du sie bei deinem Hund erfolgreich durch
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Die wichtigsten Schritte einer gelungenen DETOX-Kur für deinen Hund

Was ist eigentlich DETOX? Schlicht übersetzt, bedeutet DETOX Entgiftung. Die Kur dient also dazu, Schadstoffe und Gifte zu binden, um sie dann leichter ausscheiden zu können. Was passiert genau im Körper? Und ist es sinnvoll, eines oder sogar mehrere der vielen DETOX-Präparaten zu geben, die wie Pilze aus dem Boden schießen und in den Regalen des Fachhandels auf dich warten?


Du ahnst es bereits: Die Antwort ist natürlich nein! Bei einer DETOX-Kur ist es sinnvoll, einen guten Plan zu haben.

 

Ich zeige dir hier die wichtigsten Schritte. Davor möchte ich dir erklären, um welche Schadstoffe und Gifte es sich überhaupt handelt und welche Organe im Körper deines Hundes am meisten an der Entgiftung beteiligt sind.

 

Die eigenen Entgiftungstools deines Hundes


Es gibt natürlich viele Stoffe aus der Umwelt oder aus dem Futter, die möglichst nicht im Organismus verbleiben sollten (siehe hierzu „Beste Zeit für Detox?“).

 

Dein Hund produziert aber auch selber schädliche Substanzen. Diese entstehen während der vielen verschiedenen Stoffwechselprozessen, die täglich stattfinden.

 

Zum Beispiel werden während der Verdauung Proteine (oder genauer genommen die im Eiweiß enthaltenen Aminosäuren) abgebaut. Dabei entsteht unter anderem Ammoniak. Diese giftige Substanz wird vom Darm über die Pfortader in die Leber transportiert. Dort wird sie in Harnstoff umgewandelt. Harnstoff ist wiederum ungiftig und wird anschließend über die Nieren mit dem Harn ausgeschieden.

Zum Glück produziert dein Hund nicht nur Schadstoffe, er hat auch seine eigenen Entgiftungstools, die ihn davon befreien.

Das gelingt aber nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Organe überlastet sind und die körpereigenen Entgiftungsmechanismen nicht mehr greifen können.


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Spätestens dann ist es Zeit für eine DETOX-Kur

 

Damit sie gut gelingt, solltest du folgende Schritte befolgen:

 

#1 - Leichte Kost
Bei Menschen beginnt die DETOX-Kur meistens mit einer Darmentleerung. Diese Prozedur möchte ich den Hunden ersparen, da sie diese nicht freiwillig gewählt haben. Es ist aber absolut sinnvoll, den Organismus deines Hundes gleich zu Beginn zu entlasten. Hierzu kannst du die DETOX-Kur in den ersten beiden Tagen mit einer leicht verdaulichen Kost begleiten.

 

Ich starte sehr gern mit der berühmten Moro-Suppe. Es gibt einige Variationen dieser Suppe, doch das Prinzip ist immer gleich: Die Möhren müssen sehr lange kochen (mindestens eine Stunde), damit sich bestimmte Zuckermoleküle entwickeln können. Diese Moleküle haben die Besonderheit, dass sie Darmrezeptoren ähnlich sehen. Bakterien lassen sich dadurch „täuschen“ und docken an diese Moleküle an und nicht an die Darmwand. So werden sie dann ausgeschieden, bevor sie überhaupt Schaden anrichten konnten. So reinigen diese lang gekochten Möhren den Darm.

Ich koche sie gleich mit Hähnchenfleisch. Wenn die Suppe sehr mager werden soll, dann wähle ich Hühnerbrust. Doch in der Regel gebe ich Schenkel mit Haut in den Topf. Wenn alles gar ist, kann ich immer noch bei Bedarf entfetten. Das geht ganz leicht, wenn die Brühe erkaltet: Die feste Fettschicht ist oben und ganz leicht abzunehmen.

Dazu gibt es hier Reis – möglichst als Congee. Das ist eine Reissuppe, die einfach nur aus Reis und Wasser besteht und mehrere Stunden auf kleinster Hitze gart.

Meine Hunde (und auch alle Pflegehunde) lieben es, wenn sie die leckere Hähnchensuppen mit Möhren und Congee bekommen. Auch außerhalb der DETOX-Zeit!

#2 Toxine & Schadstoffe binden

Viele Schadstoffe und Gifte müssen erst gebunden werden, bevor sie ausgeschiedenen werden können. Eine DETOX-Kur sollte also zumindest eine Komponente enthalten, die diese Aufgabe übernimmt. Hierzu zählen zum Beispiel Flohsamenschalen, Mineralerde wie Zeolith oder die Chlorella-Alge.
Mein Favorit: Huminsäuren!

#3 Den Stoffwechsel anregen

Hier hat sich der Klassiker bewährt: Die Brennnesseln. Sie regen nicht nur den Stoffwechsel an, sondern wirken auch diuretisch: Durch die Erhöhung der Harnmenge werden Schadstoffe und Gifte leichter über die Nieren ausgeschieden.

 

Aber auch der Löwenzahn hat viel zu bieten. Er enthält wertvolle Bitterstoffe, die die Gallenproduktion ankurbeln, und somit die Fettverdauung verbessern. Der vermehrte Gallenfluss sorgt für eine bessere Ausleitung von toxischen Stoffen aus der Leber. Und alles, was eine gute Verdauung fördert, entlastet natürlich auch den Darm. 

 

#4 Die Leber stärken

Wenn es um Entgiftung geht, dann ist die Leber das zentrale Organe. Hier hilft die Mariendistel ganz besonders gut. Der Wirkstoff Silymarin schützt die Membranen der Leberzellen, so dass toxische Substanzen erst gar nicht eindringen können. Die Mariendistel fördert auch die Regeneration der Leberzellen. Denn anders als andere Organe besitzt die Leber die Fähigkeit, sich nach einer Schädigung zu regenerieren.

 

#5 Ausreichend Flüssigkeit
Während einer Detox-Kur ist es ganz günstig, die Flüssigkeitmenge – ohne Übertreigung -  zu erhöhen.

(siehe Blog-Artikel: Wie viel Wasser braucht dein Hund?).

 

Es ist jetzt eine gute Zeit, um zum Beispiel eine leckere Knochensuppe für deinen Hund zu kochen. Und wenn du eine Moro-Suppe zubereitet hast, fütterst du die leckere (ggf. entfettete) Brühe gleich mit. Alternativ kann es auch eine selbstgemachte Gemüsebrühe mit vielen Mineralstoffen geben.

 

#6 Moderate Bewegung
Schöne Spaziergänge an der frischen Luft sind natürlich ein Muss, auch außerhalb der DETOX-Kur. Dein Hund darf sich bewegen und nach Herzenslust spielen und toben. Vielleicht verzichtest du in der DETOX-Zeit auf Hochleistungssport wie Hunderennen oder Turniere. Auch Entgiftungsprozesse sind körperlich etwas anstrengend.

 

#7 Entspannung
Zu einer gelungenen Detox-Kur gehört definitiv Entspannung. Es nützt nichts, die Organe zu entlasten und das Immunsystem zu stärken, wenn dein Hund andererseits sehr Energie verbraucht, weil es Stress hat, was wiederum die Abwehr schwächt.


Plane also gern ein kuscheliges Entspannungsprogramm. Es muss nichts Kompliziertes sein. Vielleicht kannst du ein kleines bisschen mehr Zeit mit deinem Hund auf der Couch verbringen (falls dein Hund das gern mag)? Wie wär’s mit einer Massage? Dabei wird ganz nebenbei die Haut gut durchblutet. Wenn du einige TTouches kennst, dann ist es die beste Gelegenheit, sie anzuwenden: Der langsame Ohrentouch eignet sich ganz besonders gut.

 

Ich nutze auch gern die DETOX-Zeit, um die Chakras meiner Hunde zu stärken. Das geht ganz leicht mit Aroma-Ölen, Steinen, ausgewählten Farben und sogar mit dem entsprechenden Mantra.

 

Zu guter Letzt empfehle ich dir, während dieser Tage auf schwer verdauliche Kauartikel zu verzichten, vor allem wenn sie mit Chemikalieneinsatz hergestellt wurden. Wenn dein Hund gern schleckt, dann biete im stattdessen einen lecker gefüllten Kong an.

 

Wenn du diese Etappen berücksichtigst, wirst du deinem Hund eine wohltuende und energetisierende DETOX-Kur gönnen, die seine Entgiftungsorgane anregt und stärkt. Vielleicht nutzt du die Gelegenheit und machst selber eine Kur? So könnt ihr beide gestärkt in den Frühling starten.



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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin. 

Mein Herzenswunsch?  Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben. 

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