8 Situationen, in denen dein Hund nicht geimpft werden sollte
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Wann du eine Impfwiederholung besser verschieben solltest

 

Das Thema Impfung bei  Hunden ist bekanntlich äußerst umstritten. Einerseits geht es darum, die eigenen aber auch andere Hunden und in manchen Fällen Menschen zu schützen. Das ist natürlich ein sinnvolles Ziel. 

Andererseits ist es auch wichtig, sich über die Risiken der Impfung im Klaren zu sein, um schließlich nach dem oft zitieren Grundsatz handeln zu können: „soviel wie nötig, so wenig wie möglich“.

Es gibt Situationen im Leben deines Hundes, in denen er besser nicht geimpft werden sollte. Welche das sind, liste ich für dich auf.

 

  

 

#1 - Wenn dein Hund akut krank ist

 

Eine der wichtigsten Regeln bei der Impfung ist, dass sie an gesunde Hunde verabreicht wird. Doch oftmals werden Hunden dann geimpft, wenn sie gerade wegen einer Erkrankung beim Tierarzt sind.  Weil sie schonmal da ist, und die Impfung fällig war. Dabei sind steht auf jedem Beipackzettel, dass dies nicht geschehen darf.

Ist dein Hund zum Zeitpunkt der Impfwiederholung erkrankt, so kannst du diese Wiederholung ganz problemlos aufschieben. Dein Hund ist nicht genau ab dem Fälligkeitstag ungeschützt, da der Schutz bei den meisten Impfstoffen länger anhält als angegeben.

Du musst auch nicht wieder ganz von vorne mit der Grundimmunisierung beginnen, wenn den eingetragenen Termin nicht einhalten konntest. Auch wenn der Schutz aufgrund der Verschiebung etwas schwächer wurde, wird eine einzige Wiederholung ausreichen. Das liegt daran, dass dein Hund über ein immunologisches Gedächtsnis verfügt, und diese einmalige  „Erinnerung“ ausreichend ist, um den kompletten Schutz wieder herzustellen.

 

Fazit: Du solltest deinen akut kranken Hund nicht impfen lassen und die ggf. verschobene Impfung etwas später einmalig wiederholen.

 

#2 - Wenn dein Hund Würmer hat

 

Ist dir schon aufgefallen, dass Hunde oftmals gleichtzeitig entwurmt und geimpft werden? Parasiten beeinträchtigen den Impferfolg, so dass Hunde eigentlich am Impftermin frei von Würmern sein sollten. Das bedeutet, dass erst festgestellt werden sollte, ob dein Hund Würmer hat. An dieser Stelle eine Anmerkung: Eine Wurmkur schützt nicht vor Würmern. Sie wirkt nur zum Zeitpunkt der Kur. Hat dein Hund zu diesem Zeitpunkt keine Würmer, so ist die Wurmkur komplett unnötig. 

 

#3 - Wenn dein Hund chronisch krank ist

Wenn dein Hund eine chronische Erkrankung  wie z.B. Diabetes mellitus, Cushing-Syndrom, Niereninsuffizienz oder Tumor, hat, dann sollten Nutzen und Risiken sehr sofgfältig abgewägt werden.

Bei Diabetes Mellitus und Cushing Syndrom darf keine Impfung erfolgen, solange dein Hund nicht gut eingestellt ist. 

In allen Fällen, wo der Hund bereits grundimmunisiert wurde, kann mit einer Titerbestimmung festgestellt werden, ob der vorhandene Schutz ausreicht. So können unnötige Impfwiederholungen vermieden werden.

 


Du möchtest nicht, dass andere bestimmen, wann und wogegen dein Hund geimpft wird? Hierzu brauchst du Wissen, damit dein Hund auch bestens geschützt ist. Nach dem Online-Kurs hast du absolute Klarheit darüber, welche Impfungen er bekommen soll und wie oft.

Für alle Informationen zum Online-Kurs "Nur ein kleiner Pieks? Hunde richtig impfen" klicke auf das Bild.


 

#4 - Wenn dein Hund mit Immunsuppressiva behandelt wird
 

Das sind Medikamenten, die die Funktionen des Immunsystems vermindern. Bei der Impfung wird dein Hund einem Erreger ausgesetzt, so dass er Antikörper bildet, die ihn anschließend vor diesem Erreger schützen. Ist das Immunsystem stark geschwächt, besteht das Risiko, dass der geimpfte Erreger die Krankheit auslöst.


Wird dein Hund nur kurzfristig mit solchen Medikamenten therapiert, kannst du für die geplante Wiederholung das Ende der Behandlung abwarte. 

Auch in diesem Fall kann eine Titerbestimmung den vorhandenen Schutz bestätigen, so dass die Impfung vermieden werden kann. 

 

#5 - Wenn sich deine Hündin in der Läufigkeit, der Trächtigkeit oder in der Welpenaufzucht befindet


In dieser Zeit ist der Organismus deiner Hündin stark beansprucht und sollte nicht durch eine Impfung belastet werden.

 

Eine Ausnahme hierzu bildet die Impfung gegen das Herpesvirus, die für das sog. Welptensterben verantwortlich ist. Durch die Impfung der trächtigen Hündin werden Antikörper gebildet, welche die Welpen über die Muttermilch aufnehmen und vor einer Infektion/ Erkrankung schützen

 

#6 - Wenn dein junger Hund im Zahnwechsel ist

 

Diese Zeit ist für den Organismus sehr anstrengend, weshalb Impfungen, die in diesem Zeitraum fallen möglichst aufgeschoben werden sollten. In der Regel ist die Grundimmunisierung der Wlepen direkt vor dem Zahnwechsel abgeschlossen

 

#7 - Wenn du weißt, dass bald eine stressige Situation kommen wird

 

Steht ein  Umzug  oder  ein Aufenthalt in einer Hundepension an? Dann plane die Impfung nicht in diesem Zeitraum. Auch Stress schwächt den Organismus, so dass Impfungen ggf. schlechter vertragen werden.

 

#8  - Wenn dein Hund bereits Reaktionen auf eine Impfung gezeigt hat

 

Dann solltest du natürlich mit weiteren Impfungen vorsichtig sein. Hier empfiehlt sich die Titerbestimmung, um zu überprüfen, ob dein Hund auch ohne Impfwiederholung ausreichend geschützt ist.


Welpen impfen oder Titer messen?
Titerbestimmung bei ausgewachsenen Hunden?

Ein Artikel von Impf- und Titerexpertin Katrin Pfannenschmid

Klick auf das Bild, um ihn zu lesen.


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