Anne Sasson - Ganzheitliche Hundegesundheit

Damit Hundeaugen strahlen.

Giardien-Alarm bei deinem Hund: Das hilft immer!
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Giardien beim Hund bekämpfen

Wie du die Ruhe bewahrst und dein Hund die Biester los wird

Giardien sind einer der häufigsten Gründe für einen Besuch beim Tierarzt. Kein Wunder, denn in Europa soll jeder 4. Hund befallen sein. Für die meisten Hundemamas bedeutet die Diagnose erstmal Panik. Giardien gelten als extrem schwer zu bekämpfen und – schlimmer noch! – sie können trotz Medikamente den Darm deines Hundes zurückerobern.

 

Das Auf und Ab der traditionellen Behandlung ist frustrierend und zermürbend. Aber ist es zwangsläufig so, dass dein Hund aggressive Chemie braucht und ihr monatelang mit den Parasiten beschäftigt seid?

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, dass es sinnvolle Alternativen für deinen Hund gibt und das es sich lohnt, ihn individuell und ganzheitlich zu betrachten. Damit er bald wieder beschwerdenfrei ist und es dauerhaft bleibt.

 

Giardien als Zivilisationskrankheit?


Giardien sind einzellige Parasiten, die den Darm deines Hundes bewohnen. Wenn sie dort besonders gute Bedingungen vorfinden, werden sie ihre Chance nutzen und sich vermehren. Sind sie irgendwann in Überzahl, so kommt es zu den bekannten Symptomen. Das sind in erster Linie:

 

  • heller, fetter und stark übelriechender Durchfall, teilweise mit Beimengungen von Blut und/oder Schleim
  • Störung der Nährstoffaufnahme und Gewichtsverlust
  • Starke Bauchschmerzen mit Krämpfen
  • Vitamin B12-Mangel
  • Erbrechen

 

Am meisten betroffen sind Hunde mit einem geschwächten Immunsystem, darunter besonders Welpen und Junghunde. Da die Erkrankung durch Giardien (Giardiose) ansteckend ist, tritt sie oft in Tierheimen, Pensionen ... auf, überall wo viele Hunde zusammenleben und sich gegenseitig immer wieder infizieren. Dort können sogar 100% der Hunde befallen sein, wobei bei weitem nicht alle Symptome zeigen.

 

Wusstest du, dass Giardien erst Ende des 20. Jahrhunderts als krankmachend angesehen wurden? Früher hielt man sie für normale Darmbewohner.

 

Es ist anzunehmen, dass Giardien immer mehr an Bedeutung gewinnen konnten, weil

  • Unser Hunde oftmals Fertigfutter bekommen, das für die Darmgesundheit nicht zuträglich ist. Je geschädigter der Darm und das Darmmikrobiom (Darmflora) sind, um so leichter werden es die Giardien haben, sich zu vermehren.
  • Sie häufiger mit Antibiotika, Wurmkuren, Mehrfachimpfungen – auch schon in sehr jungen Jahren – behandelt werden, was den Darm und das Immunsystem erheblich beeinträchtigt.
  • Sie  zunehmend stressigen Lebensbedingungen ausgesetzt werden: Sie leben in der Stadt, müssen alleine bleiben usw. All das schwächt ihr Immunsystem, so dass sie den Giardien weniger entgegenzusetzen haben.

 


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„Giardien – Chemie – Giardien“: Ein Teufelskreis

 

Das Ziel der schulmedizinischen Behandlung ist es, die Giardien mit chemischen Antiparasitika zu beseitigen.

So startet der „Giardien-Chemi-Giardien-Kreislauf“

  • Das Immunsystem deines Hundes ist bereits geschwächt und das Darmmilieu so verändert, dass die Giardien günstige Bedingungen vorgefunden haben und sich leicht vermehren konnten.
  • In dieser übermäßigen Anzahl greifen die Giardien die Darmschleimhaut an. Es kommt zu Durchfällen und zur schlechten Aufnahme von Nährstoffen. Die Folgen: Nährstoffmängel und Gewichtsabnahme.
  • Das wirkt sich wiederum negativ auf das Immunsystem aus, so dass die Giardien  ein noch leichteres Spiel haben.
  • Antiparasitika und/oder Antibiotika können die Giardien zwar beseitigen, wobei einige Hunde auf die Therapie nicht ansprechen, sie hinterlassen den Darm in einem schlechtere Zustand als vor der Behandlung.
  • So bessern sich die Lebensbedingungen der Parasiten: Eine erneute Infektion ist quasi „vorprogrammiert“.

  

Was du tun kannst, um diesen Kreislauf zu unterbrechen?

 

In der Behandlung von Giardien (aber nicht nur hier!) ist es schlau, MIT dem Organismus zu arbeiten. Die folgenden Maßnahmen helfen deinem Hund, sich aus eigener Kraft der lästigen Mitbewohner zu entledigen:

 

  • Den Giardien „die Nahrung entziehen“: Keine Kohlenhydrate füttern! Vermeide Getreide, Pseudo-Getreide und Kartoffeln und bevorzuge Obst- und Gemüsesorten, die wenig Stärke enthalten wie grünes Gemüse und Beeren.
  • Das Futter so anpassen, dass es artgerecht, ausgewogen, abwechslungsreich ist, so dass dein Hund alle Nährstoffe bekommt, die er braucht. Die Nahrung sollte bekömmlich sein, um den angeschlagenen Darm zu entlasten.
  • Pro- und Präbiotika füttern (Gesunder Darm, starkes Immunsystem)
  • Sanfte Mittel gegen den Durchfall geben*.
  • Natürliche Präparate wählen, die parasitenwidrig wirken. Zu den wichtigsten Kräutern gehören z.B. die Bartflechte, Oregano, Thymian, Majoran. Auch MSM und kolloidales Silber sind sehr hilfreich.
  • Das Darmmilieu systematisch und kontinuierlich unterstützen. Das bedeutet nicht nur die Gabe von Darmbakterien, sondern einen umfassenden Darmaufbau, der z.B. den Zustand der Darmschleimhaut berücksichtigt (Darmgesund - Darmsanierung mit System)
  • Das Immunsystem mit natürlichen und wirksamen Mitteln stärken.
  • Hygienevorschriften befolgen, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden. Eine häufige Ursache für eine Reinfektion ist das Belecken der Anusgegend, die bei manchen Hunden mit infiziertem Kot verklebt sein kann.

 

Diese Maßnahmen solltest du auch dann durchführen, wenn du dich für eine schulmedizinische Behandlung entscheidest, denn Rückfälle sind bei starkem Immunsystem und gesundem Darm deutlich seltener.

 
Ursache oder Folge?

 

Ist bei deinem Hund der Darm beschädigt, weil er Giardien hatte? Oder ist die Anwesenheit von Giardien nicht viel mehr ein Zeichen dafür, dass der Darm bereits ungesund war?

Einiges spricht für Letzteres: Viele Hunde haben Giardien, die nur per Zufallsbefund erkannt wurden. Sie haben keinerlei Symptome und können mit diesen Giardien leben. Ist der pH-Wert im Darm in Ordnung und das Mikrobiom intakt, werden die Giardien bei diesen Hunden keinen Schaden anrichten. Das Darmmikrobiom, die Darmschleimhaut und das gesamte Immunsystem sind stark genug, um kurzfristig mit den Giardien zu leben und sie nach und nach zu beseitigen.

 

Giardien sind also kein Schicksalsschlag, den du einfach so hinnehmen musst. Noch besser: Du hast es in der Hand, das Immunsystem und den Darm deines Hundes so zu stärken, dass ihm Giardien überhaupt nichts antun können.



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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin. 

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Mein Herzenswunsch?  Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben. 

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