7 wirksame Mittel, um deinem Hund bei Blasenentzündung zu helfen
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Mit diesen Mitteln hilfst du deinem Hund bei einer Blasenentzündung ganz schnell.

Der Winter ist die typische Jahreszeit für Blasenentzündungen. Es ist kalt und feucht, das Immunsystem hat schwer zu kämpfen, so „fängt“ sich dein Hund viel schneller einen Harnwegsinfekt.

 

Welche Symptome hat dein Hund? Welche Erreger machen ihn krank? Gehört er zu einer Risikogruppe, die öfter betroffen ist? Und wie kannst du vermeiden, dass es deinen Hund trifft? Diese Fragen habe ich für dich im Blog-Artikel  "„Kalt erwischt: Dein Hund hat eine Blasenentzündung“ beantwortet. 

 

Trotzdem passiert? Schlimm genug! Aber mit diesen Mitteln wird er ganz schnell wieder gesund.

 

#1 - Viel, viel trinken

Es versteht sich fast von selbst, denn dadurch wird die Blase durchgespült. Dabei solltest du unbedingt sehr oft mit deinem Hund rausgehen. Die größeren Mengen an Flüssigkeit sind nur dann wirksam, wenn sie nicht zu lange in der Blase bleiben. Dein Hund soll also sehr häufig die Möglichkeit haben, seine Blasen möglichst komplett zu entleeren, damit die krankmachenden Bakterien auch schnell ausgeschwemmt werden.

 

Warum gut durchspülen so wichtig ist

Eine gute Durchspülung der Harnwege sorgt dafür, dass

  • Der Harn nur kurz in den Harnwegen bleibt
  • Die Erreger ebenfalls nur kurz verweilen und sie sich nicht vermehren können
  • Die Bakterien keine Kristalle (Vorstufe von Harnsteinen) bilden
  • Die Entzündungsprozesse auf ein Minimum reduziert werden

 

#2 -  Cranberrysaft

 

Die Cranberry-Früchte sind bei Blasenentzündungen nicht mehr wegzudenken. Der Wirkstoff Anthrocyan färbt Blüten und Früchte intensiv rot, dunkel- oder schwarzblau. Reich an Anthrocyanen sind neben der Cranberry auch Beeren wie die Açaí-Beere, die Aronia, Bombeeren, Heildelbeeren oder auch Kirschen.

Abgesehen davon, dass sie den Pflanzen eine hübsche Farbe verleihen, binden Anthrocyan die freien Radikale, die bei belastendem oxidativem Stress entstehen (Mehr Info: 4 natürliche Radikalfänger für deinen Hund) und das Immunsystem schwächen. Diese antioxidative Wirkung der Anthrozyane ist mindestens genauso so hoch wie die von Vitamin C oder Vitamin E.

Cranberries enthalten auch da Tannine. Diese verhindern, dass die Bakterien an der Blasenschleimhaut haften bleiben und dämmen dadurch ihre Vermehrung ein.

 


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 #3 - Blasentees

 

Wenn du an Blasenentzündung denkst, denkst du bestimmt automatisch an Blasentee. Tatsächlich gibt es viele verschiedene Pflanzen und Kräuter, die bei Harnwergsinfekten helfen. 

 

Diese Pflanzen und Kräuter unterscheiden sich in ihrer Wirkungsweise: Die einen sind harntreibend (man nennt sie Aquaretica oder Diuretika), die anderen desinfizierend.

  • Die ersten Gruppe hat eine antimikrobielle Wirkung und greifen die Bakterien direkt an. Die bekannteste ist die Bärentraube, doch dazu später mehr...
  • Die zweite Gruppe beeinflusst die Nierentätigkeit. Die Nieren werden stärker durchblutet, so kann die Urinmenge ansteigen und die lästigen Keime werden ausgespült. Vorausgesetzt, dein Hund trinkt ausreichend!
    Zu den wichtigsten Aquaretika zählen die Goldrute,der Ackerschachtelhalm, die Birken- und Brennnesselblätter sowie der Katzenbart (Orthosiphon).

Harntreibende Pflanzen werden am einfachsten als Tee zubereitet und zusammen mit dem Futter verabreicht.  Hier ist ein bewährtes Rezept für einen Blasentee.

 

  


Durchspülungstherapie mit selbst hergestelltem Blasentee

  • 40 g Birkenblätter
  • 40 g Brennnesselblätter
  • 30 g Ackerschachtelhalmkraut
  • 30 g Goldrutenblüten
  • 20 g Löwenzahnblätter
  • 20 g Mädesüßblüten- und blätter*

*Mädesüß enthält Salicylsäure und lindertden Schmerz.

  

 

#4 -  Bärentraubenblätter

Die Pflanze mit dem schönen Namen Arctostaphylos uva-ursi hat eine antimikrobielle Wirkung und bekämpt die Erreger auf direktem Wege. Verantwortlich für die desinfizierende Wirkung ist der Wirkstoff Arbutin. Dieser wirkt am besten, wenn der Harn leicht alkalisch ist. Du kannst den pH-Wert sehr leicht mit Urinteststreifen bestimmen. Während der Behandlung kannst du darauf achten, dass du deinem Hund nichts gibst, das den Urin ansäuern könnte (wie z.B. Vitamin C, Hagebutte, Acerola...).


Aufgepasst: Aus diesem Grund ist die gleichzeitig Behandlung mit Cranberrysaft nicht sinnvoll.

 

Mit heißem Wasser zubereitet enthält der Tee sehr viel Gerbsäure. So wird er nicht gern getrunken und von Hunden mit einem empfindlichen Magen nicht gut vertragen.

Viel bekömmlicher ist die Kaltzubereitung: Die Blätter werden mit kaltem Wasser angesetzt, nach mehreren Stunden wird das Mazerat nur kurz erhitzt. 

 

 Mein Tipp: Birnenblätter enthalten ebenfalls Arbutin, insbesondere wenn sie frisch sind.  Sie werden von den Hund viel besser angenommen und vertragen und können gut mit den Bärentraubenblättern gemischt werden. 

 

#5 - D-Mannose

 

D-Mannose wird sehr wirksam bei Blasenentzündungen eingesetzt, weil sie verhindert, dass die krankmachenden Bakterien an der Blasenschleimhaut haften bleiben. So können sie sich nicht vermehren und werden leichter durch die erhöhte Trinkmenge ausgespült.

 

#6 - Ätherische Öle

 

Besonders bewährt hat sich Johanniskrautöl. Es reichten wenige Tropfen, um die Blasenregion sanft einzureiben. Wenn der Hund es zulässt, kann auch eine Kompressen an Ort und Stelle bleiben.
Lavendel und Kamille können auch wegen ihrer entspannenden Wirkung eingesetzt werden.

 

#7 - Wärme

Du kannst hierzu leicht angewärmte Kirschkern- oder Dinkelkissen nehmen. Oder auch eine herkömmliche Wärmflasche. Achte ganz sorgfältig darauf, dass es nicht zu heißt ist. Lege das Kissen oder die Flaschen probeweise bei dir auf der nackten Haut am Bauch (oder Innenseite des Unterarms, um zu überprüfen).



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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin. 

Mein Herzenswunsch?  Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben. 

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