Wie viel Wasser braucht dein Hund?
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Warum dein Hund Wasser braucht und wie du seine Trinkmenge berechnest

Wusstest du, dass dein Hund mindestens zur Hälfte aus Wasser besteht? Zwei Teile Wasserstoff, ein Teil Sauerstoff: H2O, de chemische Formel für Wasser  klingt so nüchtern. Dabei ist Wasser überlebenswichtig. So wichtig, dass der Ursprung des Wassers - die Quelle – ein Symbol für Fruchtbarkeit und Wohlstand ist.

 

Wie viel sollte dein Hund trinken? Welches Wasser ist für ihn gesund? Was solltest du vermeiden? Und worauf achten, falls er zu viel oder zu wenig trinkt? Die Antworten habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.

 

Ohne Wasser läuft nichts

 

Wasser übernimmt eine ganze Reihe von sehr wichtigen Aufgaben.

  • Wasser versorgt den Körper mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen wie Eisen, Calcium, Kalium oder Natrium.
  • Es transportiert über die Blutbahn Nährstoffe wie Vitamine, Eiweiße, Fette oder Kohlenhydrate, aber auch Hormone und Sauerstoff dorthin, wo sie gebraucht werden.
  • Es leitet teilweise giftige Stoffwechselprodukte zu den Nieren, die dann mit dem Harn ausgeschieden zu werden.
  • Es spielt eine wichtige Rolle bei der Temperaturregulation.

Wasser ist der Hauptbestandteil des Hundekorpers. Es macht bei Welpen sogar 80% des Gewichts aus. Bei ausgewachsenen Hunden ist der Wasseranteil vom Fettanteil abhängig, so dass übergewichtige Hunde über weniger Wasser verfügen als schlanke Hunde. Ob jung oder alt, ob zu dick oder zu dünn: Wasser braucht jeder Hund ganz dringend. Ohne Wasser könnte er nicht überleben.

 

Wie viel soll dein Hund trinken?

Dein Hund verliert Wasser über den Kot und den Harn, bei der Atmung und über die Haut. Er muss also soviel trinken, dass er die Differenz zwischen dem, was er verliert und dem, was er über das Futter aufnimmt, ausgleicht. Wie viel das ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Temperatur (auch innen durch Heizung)
  • Aktivität, Auslauf, Bewegung, Sport
  • Stress
  • Erbrechen und Durchfall
  • Fütterung

Dieser letzte Punkt ist sehr wichtig, denn die nötige Trinkmenge hängt vor allem vom Futter ab.

 

Trockenfutter enthält ca. 10% Wasser, Nassfutter meistens 80%. Es ist also klar, dass dein Hund viel mehr trinken wird, wenn er Trockenfutter frisst. Feuchtes oder frisches Futter wird ihn schon mit einem Großteil seines Flüssigkeitsbedarfs versorgen.

 

Bei Temperaturen unter 20°C und bei Fütterung von Feuchtfutter wird die nötige tägliche Trinkmenge mit  5 - 10 ml pro kg Körpergewicht berechnet.

 

Wenn du deinen Hund barfst oder ihn mit Nassfutter fütterst, wird er bei einem Gewicht von 15 kg täglich zwischen 75 und 150 ml täglich trinken. Steigt die Temperatur über 20°C, dann können es bis zu 50 ml pro kg Körpergewicht sein, also bis zu zehn Mal mehr!

 

In der folgenden Tabelle findest du die tägliche Trinkmenge je nach Gewicht und Fütterung deines Hundes. Das ist der Bedarf bei Temperaturen bis 20°C und bei einer durchschnittlichen Aktivität.

 

  Gewicht deines Hundes

  Trockenfutter

  Wasserbedarf in ml/Tag

  Nassfutter/frisches Futter

   Wasserbedarf in ml/Tag

5 kg

200 – 250

25 - 50

 10 kg

400 – 500

50 - 100

15 kg

600 - 750

75 - 150

20 kg

800 - 1000

100 - 200

25 kg

1000 - 1250

125 - 250

30 kg

1200 - 1500

150 - 300

35 kg

1400 - 1750

175 - 350

40 kg

1600 - 2000

200 - 400

45 kg

1800 - 2250

225 - 450

50 kg

2000 - 2500

250 - 500

 

 

Bei erhöhter Aktivität und wärmeren Temperaturen steigt der Bedarf beachtlich.

 

Beispiel: Wenn dein Hund 20 kg wiegt und Trockenfutter bekommt, wird er im Hochsommer und bei viel Bewegung bis zu 3 Liter Wasser am Tag brauchen.

 

Was ist, wenn dein Hund zu viel trinkt?

 

Dann solltest du ihn unbedingt untersuchen lassen, denn ein übersteigerter Durst ist oftmals ein Zeichen für eine Erkrankung, wie z.B.

  • Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus
  • Entzündung (Blasenentzündung, Gastritis, Gebärmutterentzündung…)
  • Diabetes insipidus
  • Cushing Syndrom

Bei diesen Erkrankungen wird der Durst in den meisten Fällen steigen.

 

Leider ist es nicht immer ganz einfach,den gesteigerten Durst zu erkennen. Wenn du mehrere Hunde hast, wirst du Probleme haben, die jeweilige Trinkmenge einzuschätzen, vor allem wenn sie bei Trockenfütterung ohnehin größere Mengen trinken. Gerade im Sommer sieht man die Ursache einer erhöhten Trinkmenge in den warmen Temperaturen, die natürlich auch eine Rolle spielen.  Oftmals merkt man, dass das der Hund mehr trinkt, erst dann wenn er unsauber wird, vor allem wenn er nachts raus muss.

 

Achtung: Ihn über Nacht dursten zu lassen, ist absolute Quälerei.

 

Dein Tierarzt und/oder Tierheilpraktiker wird auch die anderen Symptome deines Hundes berücksichtigen und Blut- bzw. Harnuntersuchungen veranlassen, um eine Diagnose zu stellen.


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So merkst du, ob dein Hund dehydriert ist

 

Der Hautfaltentest hilft dir dabei, einen Wassermangel festzustellen. Ziehe im Nacken deines Hundes eine Hautfalte mit zwei Fingern hoch. Die hochgehobene Hautfalte sollte sofort wieder abflachen. Wenn sie stehen bleibt und sich nicht innerhalb von 2 oder 3 Sekunden zurückbildet, ist dein Hund eindeutig dehydriert. Du siehst es auch daran, dass der Speichel sehr zäh und klebrig ist. Meistens wird er auch müde und abgeschlagen sein.


Vorsicht: Bei starker Austrocknung droht Lebensgefahr

 Und was tun, wenn dein Hund mehr trinken soll?

 

Hier sind einige Tipps für dich  

  • Das Futter direkt mit Wasser vermischen

  • Das Wasser geschmacklich aufwerten
    • Mit ungesalzener Fleischbrühe
    • Mit Kefir, Sahne, Joghurt, Schaf- oder Ziegenmilch
    • Mit etwas Leberwurst
    • Mit Leckerchen im Napf. Beim Herausfischen wird automatisch getrunken
    • Mit Tee

   

Dein Hund trinkt nur aus Pfützen?

 

Viele Hunde mögen abgestandenes Wasser lieber als frisches. Sie trinken z.B. aus Eimern, Gießkannen oder Topfuntersetzern. Wenn du im Garten Regenwasser sammeln kannst, ohne dass es zu lange steht, dann darf dein Hund es gern trinken.

 

Problematisch wird es erst, wenn er unterwegs aus Tümpeln oder anderen stehenden Gewässern trinkt. Denn dort sammeln sich Bakterien, die schwere Erkrankungen wie die Leptospirose verursachen können. Auch Giardien können sehr lange das Wasser verseuchen. Gefährlich sind auch Rückstände an Dünger und Pflanzenchemikalien, die das Wasser verunreinigen.


Achte also draußen darauf, dass dein Hund nur aus fließenden Gewässern trinkt bzw. führe sauberes Wasser mit dir, so dass du ihm etwas davon anbieten kannst.

Dein Hund sollte jeder Zeit Zugang zu frischem, sauberem Wasser haben. Wechsle es also regelmäßig und säubere den Trinknapf sehr gründlich, damit er keimfrei bleibt. Achte gut darauf, ob dein Hund plötzlich mehr trinkt oder ob er ganz im Gegenteil ausgetrocknet ist. Beides sind ganz wichtige Zeichen, die dich auf eventuelle Erkrankungen aufmerksam machen können.



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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin. 

Mein Herzenswunsch?  Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben. 

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