Anne Sasson - Ganzheitliche Hundegesundheit

Damit Hundeaugen strahlen.

Warum frisst dein Hund Gras?
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Warum frisst dein Hund Gras?
Warum frisst dein Hund Gras?

Purer Genuss oder liegt bei ihm etwas im Magen?

„Mein Hund grast wie eine Kuh“ – Hast du das auch öfters gedacht und bist manches Mal beim Spaziergengehen etwas ungeduldig geworden, weil dein Hund sich viel Zeit beim genüsslichen Halme knabbern gelassen hat? Gras fressen kann aber anders aussehen: Dein Hund weckt dich mitten in der Nacht, um im Garten ganze Grasbüschel herauszureißen und hektisch herunterzuschlucken.

 

Zwei Bilder für zwei grundverschiedene Verhaltensmuster und – wie immer – die ganzen Nuancen zwischen diesen beiden Extremen.

Woran liegt es also, dass dein Hund Gras frisst?

 

Der Genießer-Typ

 

Saftige Gräserspitzen abzubeißen und zu kauen, ist für deinen Hund ein Genuss. Gerade im Frühling wenn sie in voller Kraft stehen, schmecken Gräser süßlich. Du hast sicherlich schon beobachtet, dass dein Hund Vorlieben entwickelt und z. B. gern Quecken herauspickt, die zu den Süßgräsern gehören.

 

Neben dem guten Geschmack ist Kauen für deinen Hund eine angenehme und beruhigende Beschäftigung. Es ist ein echtes Bedürfnis, das deinem Hund auch über schwierige Situationen hinweg helfen kann. Beobachte ihn, wenn ihr unterwegs seid: Ist das Gras fressen vielleicht eine Übersprunghandlung? Könnte es sein, dass er Stress hatte und deshalb nach einer entspannenden Beschäftigung sucht?

 

Schau genau hin, doch sei nicht zu schnell alarmiert: Es ist durchaus möglich, dass er die leckere Zwischenmahlzeit einfach nur genießt.

 

Der Selbstversorger-Typ

 

Gräser stecken voller Vitamine und Mineralstoffe. Sie sind eine gute Faserquelle und besonders wertvoll, wenn das Futter deines Hundes wenig Ballaststoffe enthält. Es besteht zwar keinen wissenschaftlich belegbaren Zusammenhang zwischen Grasfressen und Mangelernährung. Aber was spricht dagegen, deinem Hund zu vertrauen und daran zu glauben, dass er weiß, was er tut.

 

Gras zu fressen gehört zum typischen Verhalten, das dein Hund von seinen Vorfahren geerbt hat, die den pflanzlichen Mageninhalt ihrer Beute meistens mitgefressen haben. Es ist also denkbar, dass dein Hund sich diesen Anteil selbst organisiert, wenn er davon zu wenig bekommt. Es kann deshalb sinnvoll sein, die Zusammensetzung des Futters unter die Lupe zu nehmen.


Solange dein Hund in Ruhe frisst und dabei nicht getrieben wirkt, spricht nichts dagegen, ihn Gras fressen zu lassen. Du solltest aber darauf achten, dass er das nicht gerade an stark befahrenen Straßen tut. Vorsicht mit Pestiziden und Dünger, wenn er auf Feldwegen seinen „Salat“ pflückt.


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Das muss jetzt raus

 

Ein Grund, der häufig in Zusammenhang mit Gras fressen genannt wird, ist, dass der Hund sich zum erbrechen bringen möchte. Ursachen hierfür könnten Fremdkörper sein, oder aber ein Brechreiz, der durch Magenschmerzen verursacht wurde.

 

Allerdings erbrechen nur die wenigsten Hunde, nachdem sie Gras gefressen haben.

 

Im Magen liegt etwas im Argen

 

Gras fressen kann ein Zeichen dafür sein, dass dein Hund Magenbeschwerden hat. Hier zeigt er das Verhalten in einer Intensität, die sofort verrät, dass es nichts mit Genuss zu tun hat. Wenn dein Hund vor allem nachts oder in den frühen Morgenstunden keine Ruhe findet und alles daran setzt, um nach draußen zu gehen und Gras zu fressen, dann solltest du das ernst nehmen. Das ist keine Marotte, sondern Not.

 

In den meisten Fällen wird er dir auf andere Art und Weise zeigen, dass in seinem Magen etwas im Argen liegt. Die häufigsten Zeichen dafür sind

  • Speicheln
  • Schmatzen
  • Über die Nase lecken
  • Leer schlucken
  • Erbrechen von Futter, Schaum oder gelber Flüssigkeit
  • Gegenstände, Decken, Teppiche, Hände oder Wände ablecken
  • Erde, Sand, Holz, Zimmerpflanzen oder Taschentücher fressen

Sobald du diese Zeichen bemerkst, solltest du mit der Ursachenforschung beginnen.

Die Lösung steckt oft im Futter

 

Einer der häufigsten Gründe für Magenerkrankungen ist die Ernährung. Das klingt zu einfach, um wahr zu sein? Sehr oft bessern sich die Symptome schlagartig, wenn das Futter angepasst wird. Es gibt leider keine perfekte Zusammensetzung, die für alle Hunde gilt. „Individuell“ heißt das Zauberwörtchen. Es bedeutet auch, dass manchmal mehrere Versuche nötig sein werden, um die optimale Fütterung für deinen Hund herauszufinden.

Zum Glück hält die Natur einiges vorrätig, um deinem Hund über die schwierige Magenzeit hindurch zu helfen. Ulmenrinde, Eibischwurzel, Malvenblüten und -blätter wirken hier Wunder … Aber mehr dazu in einem weiteren Blog-Artikel!



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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin. 

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Mein Herzenswunsch?  Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben. 

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