6 natürliche Mittel gegen Zecken
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natürliche Mittel gegen Zecken
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So kannst du deinen Hund schützen

So schön wie der Frühling ist, er bedeutet für viele Hundemamas der Beginn der „Zeckensaison“. Und so fragst du dich bestimmt wie jedes Jahr, wie du deinen Hund schützen kannst, ohne ihn mit Giften zu belasten. In diesem Artikel stelle ich dir 6 Mittel vor, die du anwenden kannst.

 

Braucht die Welt überhaupt Zecken?

Es fällt dir bestimmt schwer, Zecken als nützliche Tiere anzusehen. Aber auch Zecken haben auf unserem Planeten eine Funktion. Sie dienen einigen Vogelarten aber auch Igeln und Maulwürfen als Nahrung und evolutionsgeschichtlich gesehen spielen sie eine Rolle bei der Stärkung des Immunsystems. Wird nach einem Zeckenbiss ein Erreger übertragen, so wird er vom Immunsystem als Sparing partner genutzt.

 

Auf lange Sicht mag das ein Nutzen sein, doch kurzfristig ist die Gefahr einer Erkrankung für deinen eigenen Hund nicht zu vernachlässigen.  

 

Verständlich also, dass du nach einem zuverlässigen Weg suchst. damit dein Hund nicht von Zecken befallen bzw. gebissen wird.

 

Wie schnell werden Erreger übertragen?

 

Vielleicht hast hier und da gehört oder gelesen, dass es ausreichen würde, deinen Hund nach jedem Spaziergang abzusuchen und die Zecken zu entfernen. Das wird so begründet, dass die Zecken die Erreger nicht sofort übertragen, du also ein bisschen Zeit hast, bevor deinem Hund etwas passiert.

 

Das stimmt aber nicht für alle Erreger. Erreger wie Ehrlichia canis und Anaplasma canis werden mit dem Speichel schon 3 oder 4 Stunden nach dem Biss übertragen. Es also nicht ganz sicher, dass du festgebissene Zecken in diesem Zeitraum entfernen kannst.

Der Überträger der Borreliose (Borrelia burgdorferi) befindet sich im Darm der Zecken. Es werden nach dem Biss etwas 17 Stunden vergehen, bis der Erregeber übertragen werden kann. Die Übertragung der Babesien dauert noch länger (48 Stunden). Da sind die Chancen größer, dass du die Zecken frühzeitig entdeckst. Allerdings kann es bei Hund mit langem oder dichtem Fell schwierig sein.

 

Die Suche nach natürlichen Möglichkeiten, die Zecken von deinem Hund fernzuhalten, ist also mehr als berechtigt. Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe von Mitteln, die du einsetzen kannst.

 

Kokosfett

Ich beginne mit dem Kokosfett, weil ich damit sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Es ist die Laurinsäure, die im Kokosfett enthalten ist, die die Zecken abschreckt. Hierzu gab es eine Studie, die an Menschen durchgeführt wurde. Die Zecken mieden eindeutig die Körperstellen, die mit Laurinsäure behandelt wurden.

Das Kokosfett wird in den Händen aufgewärmt und äußerlich angewendet. Ich finde es ganz besonders wichtig, die Stellen einzureiben, an denen die Zecken sehr leicht „andocken“: Bauch, Achseln, Innenschenkeln, Po. Ich behandle aber auch die Stellen sehr sorgfältig, an denen es schwierig ist, die Zecken zu entfernen: Gesicht und Ohren.


Ich nutze gern Kokosfett aus dem Kosmetikbedarf, weil es geruchslos ist. Wenn du den Kokosduft magst, kannst du gern Bio-Kokosfett nehmen. Wenn du mehrere Hunde hast, kann es passieren, dass sie sich gegenseitig das Fell ablecken.

 

Ich höre immer wieder Berichte darüber, dass die Fütterung von Kokosflocken die Zecken ebenfalls abschrecken würde. Ich verlasse mich aber lieber auf die äußerliche Anwendung.

 

 


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Vitamin B / Hefe

 

Die B-Vitamine, die z.B. in Hefe enthalten sind, verändern den Hautgeruch deines Hundes so, dass er für Zecken unangenehm wird. Bei manchen Hunden kann die Fütterung von Hefe zu Verdauungsproblemen führen, weshalb du erst mit kleinen Mengen beginnen solltest.

Ich füttere meinen Hunden grundsätzlich Hefe, um sie mit B-Vitaminen zu versorgen. Bierhefe allein hat aber in der Zeckensaison nie ausgereicht. Mit handelsüblichen Präparaten, die anders dosiert sind, werden möglicherweise bessere Ergebnisse erzielt.


Knoblauch

 

Der veränderte Körpergeruch nach der Fütterung von Knoblauch soll ebenfalls Zecken fernhalten. Es wird immer wieder davor gewarnt, Hunden Knoblauch zu füttern, weil einige enthaltenen Verbindungen zu einer hämolytischen Anämie führen können. Das passiert allerdings nur dann, wer sehr große Mengen gefüttert werden.

 

Die toxische Dosis liegt bei etwa 5 g/kg Körpergewicht. Das entspricht täglich 50 g Knoblauch, wenn dein Hund 10 kg wiegt. Eine durchschnittliche Knoblauchzehe wirkt etwa 3 g!


Es gibt einige Knoblauchpräparate für Hunde, für die genaue Dosierungen angegeben werden. So besteht für deinen Hund keine Gefahr.

 

Zistrose

 

Wie die Zistrose Zecken fernhält, ist nicht gänzlich bekannt. Aber Studien zeigten, dass Hunde, die aus anderen Gründen mit Zistrosen behandelt wurden, viel weniger Zecken hatten.


Du solltest die Zistrose frühzeitig einsetzen, da sich die volle Wirkung erst nach 2 Wochen entfaltet.

 

Zwei Fliegen mit einer Klappe: Ein großer Vorteil ist, dass du mit der Zistrose ein sehr wirksames Mittel zur Unterstützung des Immunsystems hast.

 

Schwarzkümmelöl


Die Wirkung erfolgt aufgrund der enthaltenen Linolsäure und der ätherischen Öle. Als Anti-Zeckenmittel träufelst du deinem Hund 5 bis 10 Tropfen ins Fell. Bei dieser kleinen Menge kannst du wie mit einem Spot-on verfahren und das Öl entlang der Wirbelsäule anbringen.

 

Ätherische Öle

 

Verschiedene ätherische Öle sind sehr wirksam, wenn es darum geht, deinen Hund vor Zecken zu schützen.

Geraniol ist ein Wirkstoff, der in verschiedenen ätherischen Ölen (wie z.B. in Palmarosa) enthalten ist. Geraniol schreckt die Zecken nicht ab, sondern zerstört ihren Panzer, so dass sie austrocknen und ersticken.

Eine Studie an Kühen hat gezeigt, dass nach einer Behandlung mit Geraniol 98% weniger Zecken gefunden werden könnten.

 

Die Wirkstoffe, die im Margosa-Gesamt-Extrakt enthalten sind, können gut mit Geraniol kombiniert werden, da sie Zecken fernhalten. Beide Mittel ergänzen sich also sehr gut.

 

Es gibt verschiedene Halsbänder und Spot-Ons, die Margosa-Extrakt und/oder Geraniol enthalten.

 

Zitronen-Eukalyptus-Öl enthält einen Wirkstoff (PMD), der Zecken abwehrt, in dem der Geruch des Wirts vermutlich so verändert wird, dass die Zecken ihn nicht riechen können. Auch dieses Öl kann gern mit Margosa und Geraniol kombiniert werden.

 

Ätherische Öle können sehr intensiv riechen, was für Hunde störend sein kann. Sie dürfen auch nicht pur auf die Haut aufgetragen werden, sondern erst mit einem Trägeröl (wie Mandelöl) vermischt werden (ca. 5 Tropfen auf 100 ml Öl). Auch in dieser Verdünnung ist es nicht ratsam, das Gesicht zu behandeln, da die Augen gereizt werden könnten.

 

Du hast also verschiedene Möglichkeiten, deinen Hund gegen Zecken zu schützen. Aber – denn es gibt ein Aber: Bei keinem dieser Mittel kannst du von einem 100%igen Schutz ausgehen (auch bei chemischen Giften nicht).

 

Dass die einen beispielsweise auf Kokosfett schwören, während andere bei ihren Hunden kaum eine Wirkung feststellen konnten, liegt daran, dass Hunde unterschiedlich reagieren. So kann es leider keinen eindeutigen Tipp geben, was bei deinem Hund am besten funktionieren wird.

Die Chancen auf eine gute Wirksamkeit kannst du erhöhen, in dem du verschiedene Methoden gleichzeitig anwendest. Ich empfehle gern, eine innerliche mit einer äußerlichen Anwendung zu kombinieren: z.B. Hefe und Kokosfett oder Knoblauch und Geraniol. Deinen Hund täglich nach jedem Spaziergang abzusuchen, bleibt natürlich ein Muss.


Hier sind einige Mittel gegen Zecken, die ich dir empfehle:

 

 

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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin. 

Mein Herzenswunsch?  Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben. 

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