7 Wiesenkräuter für deinen Hund: Wie sie seine Gesundheit fördern
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7 Wiesenkräuter für deinen Hund.
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Dir brauche ich es nicht zu sagen: Es ist wundervoll, mit Hunden zu leben. Einer der vielen Gründe hierfür ist, dass du oft spazieren gehst und die Natur in allen Jahreszeiten erlebst. Und ich bin so glücklich darüber, diese Verbundenheit mit der Natur tagtäglich zu spüren und diese Momente der Ruhe und des Friedens zu genießen.

 

Jetzt im Frühling sehen die Wiesen wunderschön aus. Es wachsen Gräser und Kräuter, einige blühen, es duftet herrlich, Bienen und Hummeln summen ...

 

Weißt du, dass du deinem Hund mit Wiesenkräutern Gutes tun kannst? Sie bringen nicht nur Abwechslung in seinen Obst- und Gemüsebrei, sie sind auch sehr gesund.

 

Es wächst nicht alles gleichzeitig und überall: Schau ganz entspannt, was du von deinen Hundespaziergängen mit nach Hause nehmen kannst.

 

Die Wiesenkräuter-Klassiker

 

Löwenzahn und Brennnessel sind die bekanntesten unter den Wiesenkräutern. Du erkennst sie wahrscheinlich von weitem und möglicherweise sind dir ihre positiven Eigenschaften bereits bekannt.

 

Hast du die Blätter der Brennnessel von ihrer unangenehmen Seite kennengelernt? Ja, das Brennen und Jucken auf der Haut gehört nicht zu den Highlights eines gelungenen Hundespaziergangs. Denk daran, Gartenhandschuhe mitzunehmen, wenn du frische Spitzen für den Smoothie deines Hundes mitnehmen möchtest. Sie wirken diuretisch und durch die Erhöhung der Harnmenge werden Schadstoffe und Gifte leichter über die Nieren ausgeschieden.

 

Auch der Löwenzahn sollte nicht gleich als „Unkraut“ abgestempelt werden. Er wirkt ebenfalls harntreibend und darüber hinaus verdauungsfördernd.

 

Es sind die Bitterstoffe, die ihm diese letzere Eigenschaft verleihen. Bitterstoffe stimulieren die Ausschüttung von Speichel, Magen- und Gallensaft. Und das ganz "reflexartig": Die in den Bitterstoffen enthaltenen Substanzen erregen die Bitterstoffrezeptoren in den Geschmacksknospen des Zungen. Automatisch wird diese Geschmacksempfindung weitergeleitet und die Produktion vo Magensäure wird angekurbelt. Parallel dazu werden Verdauungshormone  und -enzyme ausgeschüttet und die Gallentätigkeit angeregt.

 

Der Spitzwegerich ist vor allem für seine Wirkung bei Husten bekannt. Seine Wirkstoffe sind antibakteriell und das Kraut enthält Schleimstoffe, die den Auswurf fördern. Für die Behandlung von Atemwegserkrankungen ist ein Spitzwegerichsirup am besten geeignet. Bereite ihn jetzt zu, um ihn in der kalten Jahreszeit vorrätig zu haben.

 

Seine frischen Blätter und Blüten kannst du jetzt für deinen Hund sammeln und pürieren. Sie enthalten Kieselsäure, die das Bindegewebe stärkt und das Fell deines Hundes glänzen lässt.

 

Tipp: Spitzwegerich hilft erstaunlich schnell, den Juckreiz nach einem Insektenstich zu lindern. Zerquetsche die frischen Blätter und reibe den austretenden Saft auf die Stichstelle. Es wirkt Wunder.


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Eisen direkt von der Wiese

 

Die Vogelmiere ist eines der ersten Kräuter, die sofort nach dem Winter auf den Wiesen wachsen. Wenn ich die kleinen runden Blättchen manchmal noch im Raureif entdecke, weiß ich: „Endlich darf ich meinen Hunden wieder frisch gepflückte Kräuter füttern!“. So klein und niedlich sie ist, die Vogelmiere ist ein Kraftpaket und steckt voller Eisen, Kalium und Vitamin C.

 

Diese Vitamine- und Mineralstoffe sind im Giersch ebenfalls reichlich enthalten. Da die Blätter entzündungshemmende und harntreibende Eigenschaften haben, hilft das Kraut bei Blasenentzündungen. Wir sollten also nicht mehr „schimpfen“, wenn sich der Giersch im Garten ausbreitet!

 

Rotklee bildet keine Ausnahme und liefert ebenfalls jede Menge nützliche Nährstoffe. Was ihn besonders interessant macht, ist sein Gehalt an Phytoöstrogenen. Diese wirken regulierend auf den Östrogenen-Spiegel, egal ob er zu hoch oder zu niedrig ist. Diese Wirkung wird allerdings nur mit Extrakten erzielt. Das sollte dich nicht davon abhalten, regelmäßig einige Blätter und Blüten für deinen Hund zu pflücken.

 

Wenn du Beifußblätter füttern möchtest, dann wähle lieber die frischen Spitzen. Sie enthalten viele ätherischen Öle, Schleim- und Bitterstoffe, die die Verdauung (vor allem von Fetten) ankurbeln. Der englische Name „wormwood“ sagt es schon: Beifuß ist ein wichtiger Bestandteil wurmwidriger Kräutermischungen.

   

Achte unbedingt darauf, nur dass zu sammeln und zu füttern, was du kennst und eindeutig bestimmen kannst. Während Löwenzahn und Brennnessel unverwechselbar sind, ist die Verwechslungsgefahr bei Giersch durchaus gegeben: Vergewissere dich, dass nicht der giftige Gefleckte Schierling in den Napf landet. Zerreibe vorsichtshalber die Blätter und rieche daran: Der Duft von Giersch erinnert an Möhre und Petersilie, sein Doppelgänger verbreitet einen unangenehmen Geruch nach Urin.

 

Bei den meisten Kräutern pflückst du am besten die jungen frischen Blätter. Um die Verschmutzung mit Abgasen oder Pestiziden zu vermeiden, wähle lieber Stellen aus, die nicht direkt am Straßen- bzw. Feldrand liegen.


Jetzt solltest du dich mit deinem Hund auf den Weg in die Natur begeben und alles genießen, was sie zu bieten hat. Nicht nur für den Hundenapf.


Wie wär's mit einem Spitzwegerich-Omelett für deinen Hund?

Den Spitzwegerich waschen und fein hacken. Die Eier mit Fleischbrühe verquirlen. Kokosfett  in einer  Pfanne zerlassen und die Eiermasse zugießen. Kurz stocken lassen und den gehackten Spitzwegerich darüber streuen.  Anschließend in der Pfanne bei milder Hitze fertig braten. Die Eiermasse - vor allem das Eiweiß - sollte fest sein.

Ich mische das Omelett mit etwas Fleisch oder Hüttenkäse und gebe noch Kartoffeln und ein wenig Obst- und Gemüsebrei hinzu. Fertig ist das Abendessen für meine Hunde. 

Viel Spaß beim Nachkochen!

Achtung: Diese Mahlzeit ist in sich nicht ausgewogen  und darf nur im Rahmen einer ansonsten ausgewogenen Fütterung gegeben werden.



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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin. 

Damit Hundeaugen strahlen!

Mein Herzenswunsch?  Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben. 

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