Sodbrennen beim Hund: Was ihm wirklich hilft
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Es gibt wirklich vieles, was du tun kannst, um ihm zu helfen.
Sodbrennen beim Hund: Was ihm wirklich hlft

Dein Hund muss nicht ein Leben lang mit Sodbrennen kämpfen.

Sodbrennen ist für deinen Hund nicht nur schmerzhaft, es kann auf Dauer schwerwiegende Folgen haben, wie z.B. Entzündungen der Speiseröhre. Dass immer mehr Hunde darunter leiden, bedeutet natürlich, dass es ein normaler Zustand ist, den man einfach so hinnehmen kann.

Was du dagegen tun kannst, möchte ich dir in diesem Artikel erklären.

 

Dein Hund muss nicht ein Leben lang mit Sodbrennen kämpfen.

 

Denn es gibt wirklich vieles, was du tun kannst, um ihm zu helfen.

Du wirst sicherlich schon viele Ratschläge gelesen oder gehört und vielleicht sogar einige ausprobiert haben. Ein häufiger Grund, weshalb die Tipps bei deinem Hund nicht funktionieren, ist, dass nicht klar ist, ob er zu viel oder zu wenig Magensäure hat. Beides kann zu Sodbrennen führen (mehr Informationen hierzu findest du im Blog-Artikel: Dein Hund hat Sodbrennen? Das sind die häufigsten Ursachen)

 

Die grundlegende Voraussetzung für ein Leben ohne Sodbrennen ist, dass das Futter deines Hundes artgerecht, ausgewogenen und abwechslungsreich ist. Es gibt leider kein „one fits all“-Rezept. Nicht jeder Hund mag rohes Fleisch und Kohlenhydrate sind nicht per se für jeden Hund schlecht. Auch die Fettmenge, die ein Hund verträgt, kann individuell unterschiedlich sein. Doch die folgenden Vorschläge können natürlich niemals helfen, wenn dein Hund ein Futter bekommt, das für ihn nicht geeignet ist.

Was hilft, wenn dein Hund einen Überschuss an Magensäure hat?

Grundsätzlich wird ihm alles für ihn erleichternd sein, was die Säure reduziert bzw. dazu führt, dass mehr Säure verbraucht wird. Das sind z.B.

  • Etwas Wasser ins Futter geben, um die Magensäure zu verdünnen
  • Stückiges Fleisch füttern, so dass mehr Magensäure zum Einsatz kommt
  • Die Magensäure binden, z.B. mit Heilerde
  • Die Magensäure neutralisieren, z.B. mit etwas Natron
  • Die Zwischenfütterungen reduzieren, da die Magensäureproduktion dadurch immer wieder angeregt wird.
  • Die Menge der Lebensmittel, die die Magensäure puffern, etwas erhöhen
  • Zu lange Phasen vermeiden, bei denen dein Hund nüchtern bleiben muss. Gut geeignet ist ein Stück trockenes Brot, oder eine Kartoffel.

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Was hilft, wenn dein Hund zu wenig Magensäure produziert?

  • Das Futter ohne Wasser geben (bei Trockenfutter sollte aber immer Wasser zur Verfügung stehen)
  • Ein Zeitlang leichte Schonkost führen und anschließend die Fütterung langsam wieder anpassen. Das kann bedeuten, dass dein Hund nicht zur bisherigen Fütterung zurückgehen kann, sondern ab jetzt eine andere Futterzusammensetzung brauchen wird
  • Kleinere Mahlzeiten füttern
  • Das Fleisch (vorübergehend) kochen
  • Die Fettmenge (vorübergehend) reduzieren
  • Die Magensäureproduktion mit Bitterstoffen anregen
  • Zu lange Phasen vermeiden, bei denen dein Hund nüchtern bleiben muss. Du könntest etwas von seiner Abendration aufheben und ihn später den Rest füttern

Was deinem Hund in beiden Fällen hilft

  • Stress bei der Fütterung vermeiden (z.B. durch Futterneid oder durch Fütterung in einem unruhigen Raum)
  • Kalte Nahrung vermeiden
  • Feste Fütterungsrituale auflockern

Was du deinem Hund bei akutem Sodbrennen geben kannst

  • Haferschleim
  • Eibischwurzelschleim
  • Ulmenrinde

Ich habe noch zwei Rezepte für dich, die du für deinen Hund zubereiten kannst.

Kü-Ka-Lei-Wa


Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Sud, den du aus folgenden Zutaten 20 Minuten kochst:

1 TL Kümmelkörner

1 mittelgroße Kartoffel in strücke geschnitten

1 TL Leinsamen

1 Liter Wasser

Anschließend gibst deinem Hund mehrere Male täglich den abgeseihten Sud. Es wirkt noch besser, wenn du die Flüssigkeit leicht erwärmst und vor den Mahlzeiten anbietest.

 

Kamille-Leinsamen-Brei

Hierzu mörserst du 1 Esslöffel Kamillenblüten und übergießt sie mit etwas heißem Wasser, so dass ein Brei entsteht. Lauwarm werden lassen.

Parallel dazu zerstößt du 2 Esslöffel Leinsamen in einem halben Glas Wasser und lässt sie quellen. Die Mischung wird schleimig.

 

Diesen Schleim (ohne Samen) vermischst du mit dem Kamillenbrei und fütterst ihn deinem Hund mehrmals täglich. Zur besseren Akzeptanz kannst du ihn mit etwas Hüttenkäse aufbessern.

Es gibt also viele Wege, um deinen Hund von seinem schmerzhaften Sodbrennen zu befreien. Am Besten ist es natürlich, dass du es gar nicht soweit kommen lässt. Dazu gehören eine gesunde Fütterung, die auf deinen Hund perfekt abgestimmt ist, keine überflüssigen Kilos, der Verzicht auf unnötige Medikamente und möglichst wenig Stress. Doch wenn es leider schon passiert ist, ist es ganz wichtig, dass du deinen Hund sehr gut beobachtest, um die Ursachen für sein Leiden herauszufinden. So wird es möglich sein, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen. Damit seine Hundeaugen wieder strahlen.



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Meine Name ist Anne Sasson. Ich bin Tierheilpraktikerin, Ernährungsberaterin und Dozentin. 

Mein Herzenswunsch?  Für immer mehr Hundegesundheit zu sorgen.
Meine Vision? Jeder Hund wird individuell behandelt und nach seinen ganz speziellen Bedürfnissen gefüttert.
Mein Weg? Es sind eigentlich zwei... Hunde sanft und nachhaltig behandeln und maßgeschneiderte Fütterungpläne für sie zusammenstellen. Und mein Wissen und meine Erfahrungen an andere Menschen im Tierberuf weiterzugeben. 

 
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